Die Geschichte des
SC Inter Holzhausen von 1990 e.V.

Teil IV :    1996 - 1998


 

1996

Bei den Hallenstadtmeisterschaften in der Südhalle belegte INTER in diesem Jahr den 4. Platz. Stadtmeister wurde wieder einmal Germania Hagen. Besser schnitt INTER eine Woche später in Afferde bei einem zweitägigen Hallenturnier mit 12 Spitzenteams des Kreises ab. In der Vorrunde am Samstag reichte ein 3. Platz zum Weiterkommen in die Hauptrunde am Sonntag. Ab da begann das Turnier für INTER erst so richtig. Mit 2 Siegen und einem Unentschieden qualifizierte man sich für das Halbfinale. Dort hieß der Gegner SSG Halvestorf II, aber auch diese Mannschaft konnte INTER nicht auf dem Weg ins Finale stoppen. Der Endspielgegner hieß Spielgemeinschaft Beber-Rohrsen. Beber-Rohrsen ging sofort in Führung und zog bis 3 Minuten vor Schluß auf 4:1 davon. Aber dann drehte INTER auf, erzielte in der Schlußphase noch 3 Tore, und erreichte so die Verlängerung. Hier hatten die Rohrsener nichts mehr entgegenzusetzen, so daß die Scheib-Elf auf 7:4 davonzog. In den letzten Sekunden des Spiels kassierte man zwar noch ein Gegentor, welches aber natürlich nicht mehr juckte. Neben dem "Rasant"-Pokal konnte man außerdem noch einen saftigen Sportartikelgutschein mit nach Hause nehmen. Von diesem wurde ein Satz schwarze Aufwärm-Sweatshirts angeschafft.
 

Am 03.02. stieg das große vereinsinterne Turnier in der Sporthalle an der Bahnhofstraße. Wie im Vorjahr meldeten sich wieder 10 Mannschaften an , die alle heiß auf den von Rainer Dietzschold gestifteten Superpokal waren. In der INTER Jubiläums-Zeitung  (Ausgabe Nr. 25) wurden die Teams kurz vorgestellt:

Unsere Erste

Normalerweise klarer Favorit, aber ohne Trainer (spielt im Vorstand), und nur mit Rumpfelf werden die Jungs wahrscheinlich nur planlos durch die Halle irren !   Tip: Platz 4

Unsere Zweite

Sie stellte beim Vorstand den Antrag mit 30 Mann spielen zu dürfen, damit bei dem riesigen Kader nicht pausenlos gewechselt werden muß !  Tip: Platz 3

Unsere C-Jugend

Betreuer Ronny Fischer leistete ausgezeichnete Arbeit und deshalb können wir auf das Abschneiden unserer Joungster sehr gespannt sein. Natürlich werden die Publikumslieblinge in jedem Spiel ihren Bonus bekommen.  Tip: unter den ersten Vier

Unsere A-Jugend 
(von ´93/´94)

Die Jungs sind mittlerweile aus dem Herrenbereich nicht mehr wegzudenken. Die Mannschaft um Marco Salerno, Christoph Opitz und Andre (Pohne) Kalewe ist alles zuzutrauen, da das Turnier erst am Nachmittag beginnt ....!  Tip: Platz 5

Torpedo Hufeisen

Zum ersten Mal dabei dürfte diese Mannschaft für Furore sorgen. Aus Spielern unserer Herrenteams und der Thekenbesatzung des Hufeisens (auch eine Dame?) formiert, gehen die Stimmungsmacher auf Torejagd. Betreuer Andreas H. wird für seine Jungs schon den richtigen Zaubertrank dabeihaben.  Tip: Platz 2

INTER Vorstand

Die älteste Mannschaft des Turniers (unser Trainer Thomas Scheib reißt das Durchschnittsalter auf eine gigantische Zahl hoch!) wird wie immer durch technische Kabinettstückchen, ausgezeichnete Spielzüge, sehenswerte Tore und absolute Leichtfüßigkeit glänzen. Autogramme können nach dem dritten Vorrundenspiel an der Theke empfangen werden.  Tip: unter den ersten Zehn wäre ein Erfolg

Feuerlöscher

Welche schlagfertige Truppe wird in diesem Jahr die Holzhäuser Wehr auf die Beine stellen? Nach dem 8. Platz beim letzten Turrnier wurde sicher ein heimliches Training durchgeführt. Vieles hängt davon ab, wie das Team in den ersten beiden Spielen (noch Kraft da ...) abschneidet !  Tip: dieses Mal 5. oder 6. Platz

Holzhäuser Kickers

Boris Megerle meldete auch in diesem Jahr seine Freizeitkicker zu unserem Turnier an. Auch ihnen kann man eine Überraschung zutrauen, da die Mannschaften die Erfahrung und Routine vieler Hallenturniere mitbringt.  Tip: zwischen Platz 2 und Platz 6 ist alles drin.

Tischtennis 
DreamTeam

Können die TuS Tischtennis Cracks um ihren Käpt´n Kai Götze den Turniersieg vom letzten Jahr wiederholen? Vieles hängt von der Tagesform ihres Keepers Jörg Theilen ab. Es fehlt in diesem Jahr Klaus Balthasar, der ohne Ablöse (neues EG-Recht) zum INTER Vorstand wechselte.  Tip: Mit den Spilker Brüdern wiederum Titelfavorit.

Team Bosnien

Allein diese Ballzauberer sollte sich niemand entgehen lassen. Letztes Mal überraschend nur Zweiter wollen Iwan Slisko, Srecko (Stefan) Rajic, Peter Mayer & Co dieses Mal ganz oben aufs Treppchen.  Tip: auf jeden Fall dürfte das Endspiel erreicht werden.

Schließlich kamen am Ende die folgenden etwas überraschenden Platzierungen zustande:   1. Holzhäuser Kickers,   2. INTER Vorstand,   3. Tischtennis DreamTeam,   4. Feuerlöscher.
 

Über einen neuen Satz Trainingsanzüge konnte sich die 1. Mannschaft freuen. Gestiftet wurden sie von der Inhaberin des Frisuren-Schnittpunktes und allseits beliebten INTER-Mitgliedes Anja "Anna" Günther.

Am 23.02. fand die Jahreshauptversammlung im Sportheim an der Südstraße statt. Dort fanden Neuwahlen statt, und es ergaben sich folgende Änderungen im Vorstand. Harald Feldmann löste Herbert Hausmann als 2. Vorsitzenden ab, Klaus Balthasar wechselte sein Amt, statt 2. Schriftführer war er nun 1. Kassenwart. Die Dressler Familie verteilte ihre Aufgaben bei INTER neu. Der alte Kassenwart Peter ging in den Ruhestand, seine Frau Martina wurde dafür neue 2. Schriftführerin. Ein ausgesprochen gutes Zeugnis stellten dem jungen Verein der Stadtdirektor Klaus-Henning Demuth sowie die ebenfalls anwesenden Lutz Habenicht (stellv. Bürgermeister) und Michael Raush (Sportausschuß) aus. So war es dann auch kein Wunder, daß der Präsi wie auch schon in allen Jahren zuvor einstimmig das Vertrauen der anwesenden Mitglieder ausgesprochen bekam. Zufrieden zeigte sich der INTER-Vorstand mit den vorgenommenen Baumaßnahmen am Umkleidehäuschen an der Bahnhofstraße. Wegen gestiegener Ausgaben und um weiterhin für Zuschüsse in Frage zu kommen, sah sich die Versammlung gezwungen, erstmals in der Vereinsgeschichte die monatlichen Beiträge um eine Mark zu erhöhen.

In der Rückrunde rutschte  INTER I zunächst etwas in der Tabelle ab, als sie zwischendurch aus 4 Spielen nur einen Punkt holten, aber die letzten 4 Spiele der Saison konnten dann wieder gewonnen werden, darunter die beiden prestigeträchtigen Derbys gegen die Spvgg. II (6:0) und gegen Thal (4:0). Am Schluß erreichte INTER in seinem ersten Jahr in der 1. Kreisklasse einen sehr guten 5. Platz mit 73:32 Toren und 54 Punkten. Die zweite Mannschaft verlor ihr letztes Heimspiel im Lokalderby gegen die zweite Vertretung aus Löwensen mit 3:6 und belegte abschließend den vorletzten Tabellenplatz mit 29:49 Toren und 13 Punkten.

Beim Spanferkelessen am 15. Mai konnten auch die Bayern München Fans teilnehmen, da extra für diese sonderbaren Gesellen ein Fernseher aufgestellt wurde, damit sie sich das UEFA-Cup Finale anschauen konnten, welches am selben Abend stattfand.

Im Juli ging wieder die Vorbereitung für die nächste Saison los. Personell hatte sich auch einiges getan. Fünf  Stammkräfte hatten uns leider verlassen: Mario Albrecht (Germania Hagen), Srecko Rajic (Bosna Pyrmont), Hakan Dayan (Gücü Hameln), Ashkin Sayir, Erol Saglam (Gücü Pyrmont). Verstärkt hatte man sich mit Torsten Dohme (Gr. Berkel), Costa Athanasopoulos (Hellas Pyrmont), Murat Girtten (Birlikspor Lügde). Außerdem stieß  Dieter Brackhahn wieder zum Kader  von Thomas Scheib. Hinzu kamen weiterhin noch Carsten Hohmann, Andre Kalewe, Marc Huneke und Klaus Matz aus der eigenen Reserve. Trainer Thomas Scheib äußerte sich zu den Aussichten für die neue Saison skeptisch und zuversichtlich zugleich: 'In diesem Jahr kennen uns jetzt alle, und kein Gegner wird uns unterschätzen, aber der 5. Platz vom letzten Jahr könnte sich wiederholen lassen'. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte schickte INTER eine Altherrenmannschaft ins Rennen um Tore und Punkte. Großen Anteil an der Zusammenstellung der Mannschaft hatte Uwe Wollf, der dann auch den Posten des Spielertrainers übernahm. Leider konnte auch für diese Saison keine Jugendmannschaft gemeldet werden, aber in den Sommerferien gelang es dem Vorstand durch eine Grillfete mit Cola und Bratwurst 15 Jugendliche, die regelmäßig auf dem Holzhäuser Schützenplatz bolzten, für den Vereinsfußball auf dem Bahnhofsplatz zu begeistern. Im Laufe des Jahres kamen noch ein paar weitere dazu, was zeigte, daß sich die Jungs bei den Betreuern Ralf Röwer, Reiner Meyer und Sven Warnke wohlfühlten.

Cheerleader Die ersten beiden Pflichtspiele der neuen Saison mußte INTER ohne Torjäger Jörg Meyer bestreiten. Beide  Spiele endeten mit demselben knappen Ergebnis, aber trotzdem mit unterschiedlichem Ausgang für INTER. In der ersten Pokalrunde unterlag man gegen Gr. Berkel mit 2:3, im ersten Punktspiel konnte man etwas glücklich durch einen Treffer von Torsten Dohme in der letzten Spielminute mit 3:2 gewinnen.
In dieser Saison konnten die Zuschauer gleich drei Stadtderbys erster Mannschaften verfolgen. Außer Thal und Hagen war jetzt auch Aufsteiger Löwensen wieder in der 1. Kreisklasse vertreten. In allen drei Begegnungen gab es klare Resultate. Zuerst verlor man trotz der Anfeuerung durch die "Holzhäuser Cheerleader" gegen Thal zuhause mit 2:6. Auch gegen Hagen gab es für INTER keinen Blumentopf zu gewinnen. 4:0 siegten die Germanen. Wenigstens "den Emporkömmling" Löwensen konnte man mit 4:2 bezwingen. Ein Tor des Monats gelang Gösi  in Rhoden, als er bereits in der 5. Spielminute den Ball mit einen Volleyschuß aus 30 Metern ins Netz hämmerte. Am Ende der Hinrunde stand INTER in der Tabelle auf dem 6. Rang mit 25 erspielten Punkten und 32:29 Toren.

Die Altherrenmannschaft um Uwe Wolff begann in ihrer ersten Saison stark und holte aus den ersten drei Spielen 7 Punkte. Danach jedoch lief nicht mehr so viel zusammen. Bis zur Winterpause reichte es nur zu einem einzigen weiteren mageren Pünktchen. In der Tabelle sprang somit nur der 10 Platz  heraus. Die 2. Mannschaft konnte sich in diesem Jahr etwas besser als im letzten Jahr in ihrer Klasse behaupten. Zwar gab es auch zwei sehr klare Niederlagen (Lachem 1:7, Gücü 0:9), aber es konnten auch 4 Spiele gewonnen werden. Damit belegten sie  im Winter einen zufriedenstellenden 5. Tabellenplatz.

INTER Fans in Indien

"INDER Holzhausen"

Im LET´s GO Nr. 27 stand der folgende Artikel:
 
INTER-International
Unser Kassierer Klaus Balthasar ging im letzten Sommer auf eine große Reise. Er besuchte für mehrere Wochen seine Schwester, die in Indien lebt. Als waschechtes INTER-Mitglied hatte Klaus natürlich regelmäßig (täglich) sein INTER-T-Shirt an. Dieses gefiel dem Chauffeur seiner Schwester so gut, daß Klaus es ihm kurzerhand schenkte. Dadschan, so heißt der Chauffer, sagte ihm, daß er das T-Shirt nicht nur bei der Arbeit und beim Fußballspielen anziehen wird, sondern auch beim indischen Nationalsport Cricket.

Nach 6 Jahren treuen Diensten gab unser INTER Bulli den Geist auf. Alle Fußballer trauerten dem "INTERMOBIL" nach. Dank mehrerer Sponsoren (Volksbank Bad Pyrmont-Emmerthal, Glasbau Simon, Getränkemarkt Ballach, Autohaus Pabst, Spedition Paktrans, Firma Elektrotechnik Feldmann) sowie einem Zuschuß der Stadt Bad Pyrmont konnte ein neuer VW-Bus angeschafft werden.

Kurz vor dem Jahresende konnte eine weitere Schallmauer durchbrochen werden. INTER hat nun über 250 Mitglieder.
 
 

1997

Wie in jedem Jahr waren der erste Höhepunkt die Hallenfußball-Stadtmeisterschaften. Allerdings diesmal weniger für INTER, weil wir bereits in der Vorrunde die Segel streichen mußten, als mehr für Außenseiter Löwensen, die überraschend den Pott holten.

Im Februar standen auch wieder die Jahreshauptversammlung, bei der nichts besonderes passierte, und das vereinsinterne Hallenturnier im Kalender. In diesem Jahr konnten sich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder "die Profis" aus der 1. Mannschaft souverän gegen die neun anderen Teams durchsetzen.

In einem Interview äußerte sich Coach Thomas Scheib zweifelnd zur anstehenden Rückrunde: 'Eine viel zu lange Winterpause, die schlechten Trainingsbedingungen, und die derzeitige Trainingseinstellung einiger Spieler könnten zu einem gefährlichen Gebräu werden. Daher sind meine Erwartungen für den Verlauf der Rückrunde eher mit gemischten Gefühlen durchwachsen.'

Zum Glück erwiesen sich diese Befürchtungen als unbegründet, da die ersten beiden Spiele gleich gewonnen werden konnten. Unter anderem wurde auch die 0:4 Schlappe gegen Hagen aus der Hinrunde durch einen 2:1 Sieg wettgemacht. Bei diesem Stadtderby vor 150 Zuschauern war bei schlechten Platzverhältnissen auf dem Bahnhofsplatz nur Kampf Trumpf. Zur Pause stand es 1:1 durch zwei Deppe Tore (1:0 Andreas D., 1:1 Michael D.). Ein "Kullertor" von Ralf Tusch brachte mit Hilfe des Gästekeepers in der 58. Minute die Führung für INTER. Danach rannte Hagen ständig auf das INTER Tor an, aber es gelang ihnen kein Treffer mehr. Außergewöhnlich verlief das Meisterschaftsspiel zwischen der SG 74 Hameln und INTER. Beide Teams waren in Torlaune und trennten sich 5:5 Unentschieden.  Frei von jeglichen taktischen Zwängen boten die Rivalen erfreulichen Offensivfußball. Erwähnenswert war vor allem INTER´s Kampfgeist. Beim Spielstand von 3:5 verschoß Uwe Wolff zehn Minuten vor Schluß einen Handelfmeter. Trotzdem ließen sie sich nicht entmutigen und glichen nach tollem Endspurt noch aus. Die Tore für INTER schossen Reiner Meyer (2) und Ralf Tusch (3). Rot-Weiß Thal konnte auch im Rückspiel nicht bezwungen werden. Dieses Mal unterlag man mit 2:4. Aber trotzdem stand INTER in der Abschlußtabelle einen Platz vor Thal auf dem 6. Rang mit 39 Punkten und 57:56 Toren.

Die Zweite hatte am Ende 5 Siege, 2 Unentschieden und 10 Niederlagen aufzuweisen. Das reichte für den 7. Tabellenplatz mit 17 Punkten und 20:56 Toren. Das Altherrenteam spielte eine gute Rückrunde. Besonders häufig spielte man Remis, unter anderem schaffte man auf dem Hagen ein 3:3. In der Abschlußtabelle standen 20 Punkte und 24:41 Tore  zu Buche.
 

Im Let´s Go gab es dieses Mal einen Aprilscherz zu lesen:
 

Neuester Fanartikel: INTER - ULTRA Durch die Zunahme der Schwangerschaften bei INTER-Mitgliedern gibt es ab 1. April 1997 einen neuen INTER-Fanartikel: Die INTER-WINDEL, auch INTER-ULTRA genannt. Natürlich in den modischen Vereinsfarben blau und schwarz für Jungen und Mädchen. Im Problemzonenbereich (nasseste Stelle) ist sie wegen noch besserer Saugwirkung mit einem INTER-Aufnäher aus Stoff versehen, der schon viele Siegesfreudentränen aufsaugte. Weiterer Pluspunkt ist die Entlastung der eigenen Mülltonne, denn die "gefüllte" Windel wird praktisch zusammengerollt und kann bei Punktspielen (allerdings nur Auswärtsspiele !) nach Fehlentscheidungen auf den Schiedsrichter oder den Gegner geworfen werden. Ärger durch den Platzwart ist nicht zu erwarten, da er dadurch seinen Rasen nicht mehr düngen braucht. Unde bevor wir wieder dort antreten, ist entweder ein Jahr vergangen, oder wir müssen da gar nicht mehr hin, weil wir aufgestiegen sind!

INTER-WINDEL Typ KIDS  (78 Stück)            DM 1650.-
(leider nicht billig, da die teuren INTER-Aufnäher von den Vorstandsfrauen per hand aufgenäht werden)

INTER-WINDEL Typ CHAMPION   (15 Stück)          DM 500.-
(für Spieler im Titelkampf)

Zum traditionellen Spanferkelessen ließ sich der Vorstand wieder mal etwas Neues einfallen. Es wurde ein extra Musikzelt aufgebaut, in dem die DJ´s von "Carambolage Music Hall" für Stimmung sorgten. Auch in diesem Jahr wurde wegen eines zeitgleich stattfindenden UEFA-Cup Finales wieder ein Fernseher aufgestellt. Dieses Mal konnten die Schalker Fans den Sieg ihrer Mannschaft feiern.

Über Pfingsten veranstalteten die Alten Herren mit ihren Familienangehörigen ein Zeltlager in Heinsen an der Weser. Schien zu Beginn noch die Sonne, folgte später ein Regenschauer dem nächsten. Dank einer riesigen Plane tat dies der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Neben dem täglichen Badespaß im Swimmingpool und allabendlichen Grillen wurde auch eine Dampferfahrt auf der Weser von Polle nach Holzminden unternommen.

Die Abschlußfahrt der 1. Mannschaft führte Ende Mai für 2 Tage nach Köln. Schon auf der Hinfahrt im Zug gab es den ersten Verletzten. Beim Öffnen eines Abteilfensters kugelte sich Reiner Meyer das Schultergelenk aus. Zuerst wurde überlegt die Notbremse zu ziehen, doch Coach Thomas Scheib renkte dank seiner chirurgischen Kenntnisse das Gelenk ohne vorherige Betäubung (nur eine geringe Dosis Warsteiner) schnell wieder ein. Auch in Köln war das Wetter sehr wechselhaft. Liefen manche (Hotte) nach der Ankunft noch mit freien Oberkörper durch die Straßen von Kölle, so wünschten sich später die meisten , daß sie einen Regenshirm mitgenommen hätten. Unverhofft fand an jenem Wochenende ein Medienfestival mit Auftritten vieler bekannter Bands statt, so daß für ausreichend Unterhaltung gesorgt war. Außerdem wurden noch andere bekannte Lokalitäten besucht wie z.B. die Diskothek "Wiener Steffi", oder McDonalds (von denen, die aufgurnd ihrer Bekleidung nicht die Eingangskontrolle im "Wiener Steffi" überstanden). Manche landeten auch (unabsichtlich?) in einer Schwulenbar. Rolf Müller und Klaus Matz fanden es sogar so toll in Köln, daß sie ihren Aufenthalt spontan um einen Tag verlängerten (bzw. es nicht geregelt bekamen rechtzeitig zum Abfahrtstreffpunkt zu kommen).
 

Nach 4 jähriger Tätigkeit als INTER-Coach beendete Thomas Scheib sein Engagement als Verantwortlicher am Spielfeldrand, da er  nach zwischenzeitlich erhaltenem Nachwuchs mehr Zeit mit seiner Frau und den 3 Kindern verbringen wollte. Der INTER Vorstand probierte mit Gerhard Thiele und Thorsten Dohme als Doppelgespann ein neues Trainermodell aus.  Torjäger Wolfgang Winter verließ den Verein in Richtung Lemgo, dafür kamen mehrere Neuzugänge hinzu: Michael Berger, Marcel Türksen (beide aus Löwensen), Toralf Pache (aus Königsförde), Erol Saglam (bereits zum 3. Mal von Gücü zu INTER), Daniel Feldmann (A-Jgd. der Spvgg.), Maik Hesping (aus Lügde). Außerdem lockte Haarich seine beiden Kumpel Mirko (Netzer) Schaffarczyk (Gemania Hagen) und Matthias Mense (Löwensen) zur 2. Mannschaft.

Neben den beiden Herrenmannschaften und der Altherrenmannschaft konnte für die Saison 97/98 erfreulicherweise auch wieder eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Die Herren Warnke, Röwer + R. Meyer teilten sich die Verantwortung für die neue B-Jugend.
 

INTER´s Chefgrillmeister Helmut Scheithauer bekam von seiner Schwester ein tolles Geburtstagsgeschenk: 
eine selbstgenähte Grillschürze in den Vereinsfarben schwarz/blau, und mit aufgenähtem INTER-Wappen. Ob dies den Verkauf von Steaks und Grillwürsten ankurbelte, ist noch nicht näher untersucht worden.
 

In der ersten Pokalrunde mußte INTER nach Hastenbeck fahren. In einer flotten Begegnung offenbarte man nach der Sommerpause noch läuferische Defizite und Abstimmungsprobleme in der Verteidigung. INTER konnte zwar mit 1:0 in Führung gehen, doch anschließend ging es bergab. Mit 3:6 lagen die Schwarz-Blauen schon fast aussichtslos zurück. Dann ging noch einmal ein Ruck durch die Truppe, doch zu mehr als 2 Toren reichte es nicht mehr. Also mußte man sich schließlich mit 5:6 dem klassentieferen Gegner geschlagen geben. Die Tore für INTER erzielten Uwe Wolff (3) und Ralf Tusch (2).

Die 1. Mannschaft erwischte auch in der Punktspielserie keinen guten Start. Zwar konnte man im zweiten Spiel mit 2:0 gegen Thal gewinnen, aber ansonsten war oft kein Blumentopf zu holen. Es lief irgendwie nicht ganz so rund, aber immerhin konnte man durch die eine oder andere Energieleistung (z.B. gegen Hemeringen nach 0:3 Rückstand noch ein 3:3 geschafft) noch ein paar Punkte zusammenkratzen, um am Ende der Hinrunde einen Mittelfeldplatz zu ergattern. Trotzdem drohte Abstiegsgefahr, denn es waren nur 2 Punkte Unterschied bis zu einem Abstiegsrang. Bei der zweiten Mannschaft sah es genauso traurig aus. Im ersten Spiel setzte es gleich eine 0:10 Klatsche gegen die zweite Vertretung aus Thal. Die beiden folgenden Spiele konnten dann zwar knapp gewonnen werden, doch danach verlor man wieder jedes Spiel. Ungefähr genauso düster sah es bei den Altherren aus. Immerhin hatte keine der 3 Mannschaften zur Winterpause die Rote Laterne des Tabellenletzten. Die neugegründete B-Jugend konnte von ihren sieben Hinrundenspielen zwei gewinnen, und lag damit auf dem 6. Platz.
 
 

1998

Das Jahr fängt ja gut an! Auf der Fahrt zur Verbandssitzung zereißt es den Motor unseres Vereinsbullis: insgesamt über 3000 DM Schaden.
 

Bei den Hallenstadtmeisterschaften in der Südhalle schied INTER wieder bereits in der Vorrunde aus. In den Pyrmonter Nachrichten konnte man den folgenden Satz lesen: 'Auch INTER Holzhausen (neben Gücü Bad Pyrmont die einzige Mannschaft ohne Punktgewinn) bestätigte einmal mehr den Ruf als schwache Hallenfußballer'. Zum ersten Mal seit 7 Jahren wurde die Spvgg. Bad Pyrmont wieder Stadtmeister. INTER´s Altherren erreichten wenigstens ein Unentschieden, aber trotzdem nur den 5. Platz.
 

Am 18.01. fand die erstmalige Auflage des Hallenturniers um den Volksbank-Cup statt. Unter INTER´s Regie kickten die folgenden Mannschaften bei diesem hochkarätig besetzten Turnier in der Südhalle mit: Preußen Hameln 07, FC Bad Oeynhausen, SV Höxter, TSV Sabbenhausen, BW Tündern, TSG Emmerthal, Spvgg. Bad Pyrmont und natürlich auch Ausrichter INTER Holzhausen. Alle 8 Teams gaben ihr Bestes, und trugen dazu bei, daß die erste Ausrichtung des Volksbank-Cups ein Erfolg wurde. Die westfälischen Ballakrobaten setzten sich dabei gegen ihre niedersächsischen Kollegen durch. Im Finale fegte der Verbandsligist aus Bad Oeynhausen den Landesligisten aus Höxter unerwartet hoch mit 8:1 weg. Der Niedersachsenligist Preußen Hameln, in dessen Reihen damals auch der spätere INTER-Spieler Mario Reinhold stand, blamierte sich in der Vorrunde bei der sensationellen 3:4 Niederlage gegen INTER. Auch beim 1:2 gegen den Bezirksligisten Sabbenhausen gab INTER eine gute Figur ab. Somit bewiesen sie, daß sie doch nicht gar so schwache Hallenfußballer sind, wie es die Pyrmonter Nachrichten zwei Wochen zuvor geschrieben hatten. Das wichtigste war jedoch, daß den Zuschauern so mancher fußballerischer Leckerbissen geboten wurde, und sie voll auf ihre Kosten kamen. Auch die teilnehmenden Mannschaften stellten den Organistoren ein gutes Zeugnis aus, und sagten bereits auf der Stelle zu, auch im nächsten Jahr an der zweiten Auflage des Volksbank-Cups teilzunehmen.
 

Eine Woche später präsentierte Präsi Thomas Gödeke anläßlich des 8. Geburtstages des SC INTER Holzhausen von 1990 e.V. einen Dia-Vortrag im Hohenborner Eck, gespickt mit einigen Anekdoten aus den letzen Jahren des Vereinslebens.
 

Auch das vereinsinterne Hallenturnier fand wieder im Februar statt. Ob dort irgendeine der teilnehmenden Mannschaften ein Tor geschossen hat, ist uns nicht bekannt, aber wohl anzunehmen.
 

Am 27.02. bei der Jahreshauptversammlung war dies das wichtigste Resultat: der gesamte Vorstand wurde einstimmig in seinen Ämtern bestätigt. Weiterhin wurde festgestellt, daß keine nennenswerten finanziellen Sorgen zu erkennen sind, jedoch die sportliche Situation zur Zeit nicht zufriedenstellend ist. Bereits nach einer Stunde war der offizielle Teil der Versammlung beendet, und die 52 Anwesenden konnten sich dem gemütlichen Teil zuwenden.

Christian Kasper übernahm von Karl-Heinz Grundemann die INTER Vereinsgaststätte "Hohenborner Eck". Natürlich war bei der Neueröffnung auch INTER zahlreich vertreten. Präsi Thomas Gödeke stach das erste Faß von Christian Kasper´s selbstgebrautem "Holzhäuser Dampfbier" an. Auch bei der Eröffnung von Kalle´s neuer Wirkungsstätte "Jägerstube" überbrachte INTER die besten Grüße.
 

skeptische Zuschauer Co-Trainer Thorsten Dohme gab Ende Februar sein Amt aus beruflichen und privaten Gründen ab, und verließ auch den Verein. Gerd Thiele machte nun alleine weiter. In der Rückrunde konnte sich die erste Mannschaft dank einiger Siege aus der Abstiegsgefahr befreien. Aber ein echter Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte war das Punktspiel in Lachem. Bei  Temperaturen von ca. 30 Grad zeigten sich die INTER Kicker alles andere als hitzebeständig. Ganz cool dagegen waren die Gegner und schossen unglaubliche 13 Tore !!! Nur ein einziges Törchen schaffte dagegen INTER durch Jörg Meyer. Diese insgesamt nicht so befriedigende Saison schloß INTER mit dem 9. Platz (27 Punkte, 43:72 Tore) ab.
Die 2.Herren setzte ihre Negativserie aus der Hinrunde fort, und gewannen kein einziges Spiel mehr. Die Altherren spielten ungefähr genauso wie in der Hinrunde und belegten am Ende den 10. Platz (15 Punkte, 27:64 Tore). Auch die B-Jugend schaffte wie in der Hinrunde genau 2 Siege und blieben auf dem 6. Tabellenrang.
 

Eigentlich hätte im Mai zum zehnten Mal das traditionelle Spanferkelessen stattfinden müssen. Aber angesichts dieses Jubiläums hatte sich der INTER Vorstand etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Am 22.05. fand zum ersten Mal die "Große Schloßhoffete" statt. Hierzu konnte man die T0P 40 Show Band GRACE verpflichten. Weil INTER im Vorfeld genügend Werbung gemacht hatte, und außerdem das Wetter mitspielte, wurde die Party im Hof des Pyrmonter Schlosses ein Bombenerfolg! Über 800 Leute tanzten bis 23 Uhr zu alten und neuen Ohrwürmern, die von GRACE orginalgetreu nachgespielt wurden. Einziger Wermutstropfen: da man im Vorfeld mit einem solchen Andrang nicht gerechnet hatte, kam es leider eine Zeit lang zu längeren Wartezeiten beim Bierausschank. Ansonsten hätte man mit 2 oder 3 weiteren Zapfhähnen wesentlich mehr Geld einnehmen können.
 

Mitte Juni veranstaltete die Alte Herren wieder ein Zeltlager. Dieses Mal ging es mit der ganzen Familie an den Stemmer See bei Rinteln. Im Gepäck war auch ein WM-Fernseher und natürlich jede Menge Verpflegung. Am 14. Juni gab es dann noch einen letzten Versuch INTER´s ersten Trainer und damaligen Altherren Spielertrainer Uwe Wolff durch ein Abschiedsspiel bei INTER zu halten. Es mißlang leider, Uwe wechselte zu den Altherren der Spielvereinigung.
 

Beim Holzhäuser Schützenumzug am 27. Juni konnte der Vorstand stolz die neuen Ausgehjacken, natürlich mit INTER-Wappen auf der Brust, der Öffentlichkeit präsentieren.

Jedes Jahr verbringen auch einige hartgesottene INTER Mitglieder am Montag die Zeit zwischen Katerfrühstück und dem abendlichen Schützenzelt grillend und feiernd nicht weit vom Holzhäuser Schützenplatz bei Klaus & Klaus im Garten. Da dort auch immer der Schützenumzug vorbeimarschiert, wird er jedesmal lautstark und manchmal sogar mit bengalischem Feuer begrüßt.

INTER freut sich auf´s Schützenfest

Anläßlich des 75jährigen Bestehens des TuS Schwarz-Weiß Löwensen kam es am 19. Juli zu einem Fußballspiel einer Pyrmonter Stadtauswahl gegen die Burdenski Traditionself. Gerd Thiele und Mario Albrecht schnürten dabei für INTER die Fußballstiefel. Endstand: 6:1 für die Oldies.
 
 

Die Hinrunde der Saison 98/99:
Gleich 9 Neuzugänge konnten von Trainer Gerd Thiele begrüßt werden. Klaus Schulte vom TuS Lügde, Thorsten Sundermeyer und Lutz Falke aus Aerzen, Alpha Conteh von Preußen 07 II, Wolfgang Tietz und Benjamin Franz von der Spvgg. B. P. II, Mario Albrecht von Germania Hagen sowie 2 Eigengewächse (Christian Eidam und Andreas Worgul). Der Coach äußerte sich aufgrund dieser guten Personallage zuversichtlich für die kommende Saison, auch wenn die Meisterschaft noch kein Thema war. Zitat: 'Hinter dem Großeinkäufer SV Lachem gibt es eine Reihe von Mannschaften, die um den 2. Platz kämpfen werden, auch wir zählen dazu.  Ein wichtiges Nahziel ist für mich aber erst einmal unsere frühere Heimstärke wieder zurückzuerobern.' Leider konnte man dies aber nicht realisieren. Nur ganze 2 Heimspiele konnten gewonnen werden, und so fand man sich zu Weihnachten nur auf dem 11. Platz in der Tabelle wieder. Allerdings konnten auch nur 8 von 13 Punktspiele durchgeführt werden, da alle Begegnungen im November wegen schlechten Wetters abgesagt werden mußten. Von den Toren auf dem Bahnhofsplatz waren wochenlang nur die Querlatten zu sehen.

Noch trauriger sah aber die Situation bei den beiden anderen Herrenmannschaften aus. Jeweils null Punkte war das erschreckende Tabellenbild. Dies lag aber weder am neuen Spielertrainer der Zweiten Detlef Drawe, noch am Zusammenschluß von INTER Holzhausen und Rot-Weiß Thal im Altherrenbereich. Auch die A-Jugend bekam einen neuen Trainer. Mit Werner Ritterbusch übernahm ein erfahrener Mann die Jugendarbeit von INTER. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Die ersten beiden Spiele gegen Bad Münder (3:1) und Wallensen (10:3) konnten gleich gewonnen werden. Ein Lichtblick bei INTER!
 

Trotz der mäßigen Leistungen der "Ersten" während der Hinrunde gab es im September auch einmal einen sehr schönen Sonntag Nachmittag. Beim INTER Familientag auf dem Bahnhofsplatz mit Hüpfburg, Musik, Süssigkeiten, Verlosung und herrlichem Wetter gab es für die Väter und Fußballfans einen glatten 3:0 Sieg über Löwensen zu feiern. An diesem Tag wurde auch ein neuer, von Fritz Weißbrod und Arthur (Charly) Kinkeldey gefertigter und gestifteter Holzkohlegrill von Chefgrillmeister Helmut Scheithauer eingeweiht. Damit jeder sehen kann, welcher Verein diese herausragend schmeckende Bratwürstchen für seine Fans grillt, wurde an zwei Seiten des Grills die Aufschrift SC INTER HOLZHAUSEN eingeschweisst.
 

Spannend ging es in dieser Saison im Pokalwettbewerb zu. Gegen RW Hessisch Oldendorf lag INTER hoffnungslos mit 0:2 zurück. Doch Jörg Meyer und Wolfgang Tietz glichen noch zum 2:2 aus. In der Verlängerung führte eine Unachtsamkeit wiederum zur Führung der Gäste. Doch der eingewechselte Sven Warnke erzielte in der letzten Spielminute mit einem sehenswerten Volleyschuß in den Winkel nochmals den Ausgleich. Leider wurde das anschließende Elfmeterschießen dann verloren.
 

Im Oktober 1998 fand auf dem Krachthof zu Hummersen eine sogenannte Helferfete statt. Der Vorstand bedankte sich auf diese Weise bei circa 35 Leuten, die bei den verschiedenen INTER Veranstaltungen mitgeholfen hatten. Anfang Dezember wurde wieder feucht-fröhlich die Weihnachtsfeier im Sportheim an der Südstraße durchgeführt. Am 28.12. gab es ein zwangloses Beisammensein im Hohenborner Eck. Es wurde das zehnjährige Jubiläum von INTER Holzhausen (nicht eingetragener Verein) gefeiert.
 

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