Die Geschichte des
SC Inter Holzhausen von 1990 e.V.

Teil VIII :    2008 - 2010


 

2008

Für den 01.01.2008 wurden für die Pyrmonter Vereine die Mitgliederzahlen veröffentlicht:
SC Inter Holzhausen: 347 Mitglieder
Spvgg. Bad Pyrmont: 339 Mitglieder
Germania Hagen 456 Mitglieder, aber davon rund 130 Tennisabteilung
Tus SW Löwensen: 345 Mitglieder inklusive aller Sparten
SV Pyrmonter Bergdörfer: 130 Mitglieder
SC RW Thal: 115 Mitglieder
Damit war INTER der zahlenmäßig stärkste Verein im Pyrmonter Talkessel ! Nach einem zwischenzeitlichen Knick um den Jahrtausendwechsel herum hatte INTER seit dem Jahr 2003 wieder einen ständigen Mitgliederzuwachs verzeichnet.
 

    Bei der Hallenstadtmeisterschaft belegte sowohl das Herren- als auch das Altherrenteam jeweils den dritten Platz hinter den Teams der Spvgg. und Germania Hagen. Es gab also wieder einmal nichts zu feiern. Anfang Februar feierte die Erste dafür bei Döner und türkischem Tee den 30. Geburtstag von Cengiz Colak. Ende März konnte erneut gefeiert werden. INTER-Kapitän Daniel Feldmann wurde Papa und der INTER-Präsi somit Opa. Passenderweise bekam der Nachwuchs den Kurznamen des ersten INTER-Präsis Thomas Gödeke verpasst, also Tom. Natürlich fand auch wieder eine JHV statt, über die es aber nichts Aufregendes zu berichten gibt. Für mehr Gesprächsstoff und Verwirrung sorgte da schon - jedenfalls unter den INTER Fans der alten Garde - der (zeitweilige) Vereinsaustritt von Reiner und Jörg Meyer. Im April verschwanden 8 Fußbälle spurlos aus dem INTER Vereinsheim. Ebenfalls im April wurde das Vereinsheim in einer Frühjahrspzutzaktion wieder auf Vordermann gebracht. Rolf Schünemann, Oliver Spilker, Stefan Bertram, Thomas Bertram und Marco Hain drückten 2008 die Schulbank und machten ihren Trainerschein.


 
Die I. Mannschaft in der Saison 07/08

Die 1. Mannschaft mit Betreuer Thomas Bertram und Trainer Rolf Schünemann.
Auf dem Foto sind die Spieler Patrick Petré, Oliver Spilker, Thomas Mulitze, Christian Busse, Tobias Becker, Steffen Kelm, Marvin Tasche, Patrick Jäger, Cengiz Colak, Christian Wilk, Gerd Thiele, Jannick Oltmanns, Meik Grawe, Mirko Burkert, Tim Dorn und Julian Niemeyer.
Es fehlen Nils Dorn, Daniel Feldmann, Daniel Sundermeyer und Volker Walek.

 
    In der Winterpause versuchten sich unsere Fußballer fit zu halten, indem einige Male Bolztermine in der neuen Indoor-Halle gebucht wurden. Außerdem standen für die 1. Mannschaft Testspiele gegen Flegessen, Hilligsfeld, Hemeringen und Löwensen auf dem Programm. Die Winterpause verlängerte sich mal wieder aufgrund mehrerer Regenfälle, sodass noch ein Testspiel auf Kunstrasen gegen den Bezirksligisten Klein Berkel eingeschoben wurde.

    Die I. Mannschaft fühlte sich also gut gerüstet für das erste Rückrundenspiel, welches ausgerechnet beim Tabellenführer Nettelrede stattfand. Dort wurde unser Team jedoch schnell durch eine 1:5-Niederlage auf den Boden der Tatsachen geholt. Fortan galt es, den immer noch innehabenden zweiten Tabellen- und Aufstiegsplatz zu verteidigen. Doch INTER kam 2008 irgendwie nicht richtig in Tritt und verschenkte wertvolle Punkte gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte (Kl.Berkel II 2:2, Großenwieden 1:1) und dem Mittelfeld (Bad Münder 2:3, Marienau 2:3). Daraufhin rutschte man auf den 4. Tabellenplatz ab. Nach dem vielleicht schlechtesten Heimspiel (2:4 gegen Hastenbeck) schwanden trotz einiger Niederlagen der Konkurrenten die Chancen auf den 2. Aufstiegsplatz auf ein Minimum. Nach einem positiven Ausrutscher (5:0 gegen Salzhemmendorf II) warteten noch die beiden stärksten Mannschaften der Rückrunde Grohnde und Wallensen auf die Anreise des INTER-Teams, beide direkt vor INTER in der Tabelle platziert. In Grohnde überzeugte INTER über 90 Minuten und siegte 1:0 durch ein Tor von Thomas Mulitze. Kurios: allein in der 1. Halbzeit zappelte der Ball 5x im Tornetz! Neben einem aberkannten INTER-Tor nach einer Ecke hatte Grohnde drei klare Abseitstore und einen regelwidrigen Treffer bei einem indirekten Freistoß erzielt. In Wallensen, wo INTER auf Feldmann, Sundermeyer und Mulitze verzichten musste, klappte es leider nicht so gut. Durch den 4:1-Erfolg sicherte sich Wallensen letztendlich den 2. Platz hinter Nettelrede. Bei INTER war die Luft endgültig raus, auch das letzte Heimspiel gegen Aerzen ging verloren und man beendete die Saison auf dem 5. Tabellenplatz. Eigentlich gar kein schlechtes Ergebnis, aber wenn man besser aus der Winterpause gekommen wäre, wäre sicherlich mehr drin gewesen. In der Rückrunde konnte das Team gerade mal halbsoviele Punke einfahren wie in der Vorrunde. 52 Gegentore waren auch zirka 15 zuviel um weiter vorne zu landen. Demgegenüber standen 63 geschossene Tore auf der Habenseite, von denen 17 auf das Konto von Cengiz Colak gingen. Christian Busse traf 15x und Thomas Mulitze 11x.

    Auch bei der II. Mannschaft klappte das Fußballspielen nicht mehr so richtig und das Team rutschte im Verlauf der Rückrunde bis auf den viertletzten Platz ab (8 Siege - 2 Remis - 12 Niederlagen, 61:68 Tore).

    Die Altherren konnten in der Winterpause mit Daniel Kruse einen Neuzugang melden, der auch gleich in 7 Spielen 5x das gegnerische Tor traf und damit sogar noch Torschützenkönig der Altherren wurde. Dies sagt schon eine Menge über die Bilanz der Oldies im allgemeinen aus. In der Rückrunde ergatterte man nur noch magere 4 Pünktchen (einziger Sieg über die Bergdörfer), kassierte aber dafür über 30 Tore.
 

    Die JSG Bad Pyrmont-Holzhausen absolvierte ihre erste und zugleich letzte Rückrunde. Man war zu dem Entschluss gekommen, die Jugendspielgemeinschaft mit der Spvgg. in der nächsten Saison nicht mehr aufrecht zu erhalten.

    Die A-Junioren waren ja eh schon in der Hinrunde abgemeldet worden. Die B-Junioren wollten durch eine gute Rückrunde die Abstiegsränge der Bezirksliga verlassen. Vorerst lief es aber nur im ersten Spiel gegen Eldagsen rund (4:1). Gegen Kl.Berkel wurde knapp, gegen Hameln, Holzminden und Badenstedt sehr deutlich verloren. Das beste Spiel lieferte Sylvan Spilkers Truppe beim 4:1-Sieg gegen den Tabellenvierten Kaspel ab. Zwei weitere Siege gegen Tündern II und Sarstedt ließen kurzzeitig Hoffnung aufkommen, aber beim zweiten Spiel gegen Eldagsen konnte man ärgerlicherweise nicht antreten. Die 1:3-Niederlage in Bevern besiegelte dann den Abstieg. Am Ende fehlten 4 Punkte zum rettenden Ufer. Immerhin ließ man die Teams von Bevern und Tündern II in der Tabelle hinter sich.

    Die C2-Junioren lieferten auch in der Rückrunde einen großen, aber auch völlig hoffnungslosen Kampf ab. Es gelang nicht, durch ein Unentschieden die Punkteausbeute der Hinrunde zu verdoppeln. Am nahesten war man beim 1:3 in Großenwieden an einem Punktgewinn dran, oder beim 1:5 gegen Reher, wo man dem Gegner zeitweilig sogar spielerisch überlegen war. die JSG bekam sogar eine von Martin Schenkemeyer gestaltete eigene Homepage, die leider nur eine Saison gebraucht wurde Es setzte aber auch drei vier deftige Klatschen, u.a. ein rekordverdächtiges 1:19 gegen die C1-Junioren der Spvgg. Bad Pyrmont. Die abschließende Torbilanz von 11:171 zeigt, dass die C2 besser eine Klasse tiefer angetreten wäre. Um so höher ist es den Jungs anzurechnen, dass Sie die Saison bis zum Schluss durchzogen und zu allen Begegnungen antraten. Daher sollen hier außnahmsweise mal alle Torschützen aufgelistet werden: Jean-Patrick Heller (5), Ramon Schneider (2), Aytac Canatan (1), Marciel Dechert (1), Elvis Gorenca (1), Manuel Klotz (1). Außerdem wurde in den Spielberichten mehrmals die Paraden von Torwart Kai Jung hervorgehoben, ohne die so manche Klatsche noch deftiger ausgefallen wäre.

    Die D-Junioren spielten eine gute Rückrunde und belegten den 3. Platz in der Abschlusstabelle. Leider gab es auf der JSG-Homepage nur einen einzigen Spielbericht zu lesen: ''JSG - TB Hilligsfeld 8 : 0 (3:0). Nach der langen Spielpause überzeugte die Mannschaft durch ihre Spielfreude. Der schwache Gegner ist allerdings kein echter Maßstab. Die Tore erzielten Anil (4), Philipp (3) u. Marvin.'' Danach stellte Trainer Siegfried Schurm bedauerlicherweise seine Autorendienste ein. Anscheinend hatte er dies nach der beschlossenen JSG-Auflösung nicht mehr für sinnvoll erachtet.

    Die E1-Junioren mussten sich in der Kreisliga weiterhin gegen starke Gegner behaupten. Bevor es mit der Rückrunde losging, hielten Stefan Bertram und Boris Megerle ihre Jungs mit einigen Hallenturnieren bei Laune. Die Rückrunde verlief größtenteils erfolgreich mit teilweise beachtlich gutem Fußball. Lediglich in den letzten beiden Spielen baute die Mannschaft ab (Niederlagen gegen die Tabellenkellermannschaften von Löwensen und Gr. Berkel), was vielleicht daran lag, dass 6 gewonnene Punkte auch nicht mehr zu einer besseren Platzierung als dem 7. Platz (von 11 Teams insgesamt) gereicht hätten. Ein kurioses Spiel fand gegen den späteren Meister Salzhemmendorf statt, wo INTER nach 10 Minuten 2:0 führte, dann aber noch mit 2:10 baden ging. Etwas ärgerlich waren auch die beiden 3:4-Niederlagen gegen den Tabellendritten Afferde innerhalb von nur 5 Tagen. Besonders beim ersten Vergleich, denn dies war das Kreispokalviertelfinale. INTER führte eine Viertelstunde vor Schluss noch mit 3:1, bis dann leider die Kräfte nachließen.

    Die E2-Junioren traten eine Klasse tiefer an und hätten dort fast die Meisterschaft erreicht. Lediglich das um 6 Treffer schlechtere Torverhältnis gegenüber Emmerthal II verhinderten die Meisterfeier. Die 3:5-Niederlage gegen den späteren Meister war wohl das niveaureichste Spiel der Saison. Schön und spannend verliefen die beiden Begegnungen gegen Königsförde, die INTER beide Male knapp für sich entscheiden konnte. Mühe hatte man auch beim glücklichen 3:2-Sieg in Reher, wo der Siegtreffer erst in der Nachspielzeit gelang. Doppelt so viele Tore fielen jeweils in den beiden Kantersiegen über Eintracht Hameln und SW Löwensen. 11 Siege in 12 Spielen - eine fast perfekte Saison für das Team von Stefan und Simone Freter. Die besten Torschützen mit jeweils mindestens 10 Treffern waren Vincent Quilitz, Anatolij Skakovkij, Hauke Wegner und Maurice Wennemann.

    Für beide F-Juniorenmannschaften war Julian Niemeyer verantwortlich, unterstützt von Mark Cichon, Jan Arnold und Simone Freter. Beide Teams belegten in ihren jeweiligen Staffeln einen Mittelfeldplatz. Der Trainer hob bei der F1 vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit sowie die hohe Leistungsdichte hervor, die z.B. einen 5:0-Sieg über die F-Junioren der Spvgg. Bad Pyrmont möglich machten. Die F2 holte zwar 6 Punkte weniger als ihre Kollegen von der F1 und schoss nur halbsoviele Tore, brauchte sich vor ihren Gegnern aber keinesfalls zu verstecken. Für die meisten Kids war es die erste Punktspielsaison, in der sie gleich auch den ersten Spielabbruch, verursacht durch Starkregen, miterleben durften. Das letzte Spiel in Bisperode war das vielleicht aufregenste der ganzen Saison. Zur Halbzeit führte INTER mit 5:3, als sich ein Spieler das Knie verdrehte und INTER die zweite Hälfte mit einem Mann weniger bestreiten musste, weil kein Auswechselspieler parat war. Durch großen Einsatz schaffte man einen 8:6-Sieg. INTERs alter Jugendleiter Sylvan Spilker mit seiner B-Jugend in der Saison 07/08 Bei den Spielen der F-Junioren gab es einige Male Personalprobleme, weil das eine oder andere Kind wegen Krankheit fehlte. Aber nur ein einziges Mal konnte man schon von Beginn an nicht vollzählig antreten. Wie immer bei den Jünsten spielten die Eltern ebenfalls eine große Rolle am Spielfeldrand als Fans, Kritiker, Betreuer und Co-Trainer. Daher sei hier noch einmal hervorgehoben, dass der Jugendtrainerjob wahrlich nicht der einfachste ist!
 

    Aufgrund der Vorfälle mit der A-Jugend zu Beginn der Saison und den darauf folgenden Streitigkeiten wurde die Jugendspielgemeinschaft aufgelöst. INTERs Jugendleiter Sylvan Spilker verließ den Verein und wurde in der folgenden Saison A-Jugendtrainer bei der Spvgg. Bad Pyrmont. Ausgerechnet! Besonders bitter war, dass Sylvan seine gesamte B-Juniorenmannschaft bei INTER abmeldete und einen Großteil davon zur Spvgg. mitnahm. Dies gab seinen Kritikern natürlich noch mehr Munition um verbal auf ihn zu feuern.
Über Sylvans vierjährige Arbeit als verantwortlicher Jugendleiter bleibt festzuhalten, dass sie durchaus sehr erfolgreich war. Im Schnitt konnte pro Jahr seines Amtes ein neues Jugendteam hinzu gemeldet werden und die Ergebnisse verbesserten sich von Jahr zu Jahr. Nur die Sache mit JSG war - gelinde gesagt - leider äußerst dumm gelaufen. Sylvans Fazit hierzu lautete: ''Die JSG wollte im Sinne der Kinder und Jugendlichen handeln und arbeiten. Dank einiger engstirniger Mitwirkenden in den Vereinen ist eine gezielte Förderung des Nachwuchses, auch auf Leistungsniveau, in diesem Stadtgebiet leider nicht möglich.''. Sylvan sah die JSG also als eine weitgehend von den Vereinen unabhängige Institution und sich selbst als neutraler Trainer in erster Linie den Jugendlichen verpflichtet. Der INTER Vorstand war dagegen der Meinung, dass Sylvan als gewählter INTER-Jugendleiter selbstverständlich im JSG-Vorstand vor allem die Interessen seines Vereines zu vertreten habe und nicht im Gegenteil sogar vereinsschädigend zu handeln und beispielsweise INTER-Jugendlichen einen Vereinswechsel zu empfehlen, wie Sylvan es anscheinend in einigen Fällen getan hatte. Es gab also eine Vielzahl von Gründen für das Scheitern der JSG, neben den bereits genannten nicht zuletzt auch Kompetenzstreitigkeiten und persönliche Differenzen.
Abschließend bleibt zu hinterfragen, ob die Gründung der JSG generell eine gute Idee war, wenn man die ganze SPVGG-INTER-Vorgeschichte mit in Betracht zieht. Wahrscheinlich war die Zeit dafür einfach noch nicht reif, und man muss abwarten, bis jüngere, historisch unbelastete Leute in den jeweiligen Vereinsvorständen sitzen. (persönliche Meinung des Autors)
INTERs neuer Jugendleiter Boris Megerle mit seiner D-Jugend in der Saison 08/09 Mit Boris Megerle wurde zum neuen INTER-Jugendwart ein Mann bestimmt, der in der Vergangenheit oft bewiesen hatte, dass er stets einer der aktivsten Arbeiter war und sich voll und ganz mit INTER identifiziert. Als Jugendtrainer hatte er auch schon einige Jahre lang Erfahrungen im Jugendbereich sammeln können. Seine erste Aufgabe bestand nun darin, zusammen mit seinem Amtskollegen Kai Hundertmark von der Spvgg. den Scherbenhaufen der JSG auseinanderzusortieren: die roten Scherben auf die eine, die blauen auf die andere Seite. Auch wenn INTER in der folgenden Saison keine A- oder B-Jugend mehr bilden konnte, waren doch noch genügend Kinder vorhanden, um sechs Juniorenmannschaften von der C- bis zur F-Jugend zu melden.

    Der Anfang der EURO´08 begann noch ehe die meisten Fußballklassen auf Kreisebene die Rückrunde beendet hatten. Nach dem großen Erfolg des sogenannten Public Viewing bei der WM zwei Jahre zuvor, richtete INTER - genauer gesagt der Förderverein ''Pro INTER Holzhausen'' - auch diesmal wieder das öffentliche Fußballgucken aus, diesmal sogar im Schlosshof. Dies passte zeitlich genau, weil das Finale noch ein paar Tage vor Beginn des ''Pyrmonter Sommers'' stattfand. Außerdem war praktisch, dass die jährliche Schlosshof-Fete einen Tag vor dem ersten Spiel mit deutscher Beteiligung terminiert war. Auf diese Weise entfielen diesmal die Abbauarbeiten, weil man einfach alles bis zum nächsten Abend stehenlassen konnte. Deutschland tat INTER den Gefallen, die Vorrunde und das Viertelfinale zu überstehen, was das finanzielle Risiko beendete. Der Schlosshof war bei den meisten Spielen proppevoll mit gutgelaunten Fußballfans. Dank der vielen Helfer wurden alle Veranstaltungen reibungslos über die Bühne gebracht. Der stimmungsmäßige Höhepunkt war nicht das Finale gegen Spanien, sondern das Halbfinale Deutschland-Türkei, wo man vorsichtshalber während des Spiels noch ein paar neue Fässer Bier vom Pyrmonter Getränkemarkt Ballach besorgte, weil man fürchten musste, dass die Gerstensaftreserven im Falle einer Verlängerung und Elfmeterschießen nicht ausreichen würden. Wie vor 2 Jahren gab es dank des guten Sicherheitskonzepts keine Ausscheitungen, so dass das Public Viewing wieder ein großartiges Fußballfest im Herzen von Bad Pyrmont wurde.

    Auf der INTER Homepage tippten 30 bis 40 Fußballexperten beim Bundesliga-Tippspiel und beim Euro08-Tippspiel mit. Beim Bundesliga-Tippspiel gewann souverän Ralph Teichert vor Jenja Preiss und Meik Grawe. Das beste internationale Fußballgespür hatte Christian Wilk, der knapp vor Andreas Weber und Udo Engelke triumphierte.


Trainingsübung Tae Boe

Tae Boe Training - Körperspannung aufbauen

Trainingslager in Kirchbrak

Kirchbrak - Körperspannung abbauen

 
    Im Sommer organisierte Rolli Schünemann ein Trainingslager in Kirchbrak, wo nicht nur an spielerischen Dingen sondern auch am Teamgeist gearbeitet wurde. Einen ersten Erfolg gab es im Kreispokal, wo INTER den klassenhöheren TSC Fischbeck unerwartet deutlich mit 5:1 besiegte. Personell hatte sich bei der 1. Mannschaft nichts getan. Lediglich die vielleicht größte Baustelle wurde durch den neuen Keeper Benjamin Pekrul geschlossen. Thomas Mulitze wollte beruflich bedingt eine Pause einlegen. Auch der Punktspielstart in der Leistungsklasse verlief erfolgreich. Mit einem ungefährdeten 2:0-Sieg konnte INTER den hoch gehandelten TSV Grohnde auf die Heimreise schicken. Beide Tore in der unterhaltsamen Partie mit hohem Unterhaltungswert und spannenden Torraumszenen erzielte Cengiz Colak. Auch der nächste Brocken, Kreisliga-Absteiger SC Börry, konnte auswärts überzeugend mit 4:1 bezwungen werden. Das schnelle Gegentor wurde durch zwei Doppelschläge kurz vor der Pause bzw. Spielende beantwortet. Es folgte ein torreiches 4:4 gegen RW Hess. Oldendorf, bei dem Colak und Schünemann erst in der Nachspielzeit den 2:4-Rückstand ausgleichen konnten. Bereits am nächsten Wochenende musste INTER beim vermeindlichen Meisterschaftsfavoriten SG Hameln 74 antreten. In einer guten und intensiven Partie konnte ein Punkt von der Weser entführt werden (1:1). Auch die folgenden Begegnungen gegen Bad Münder und Großenwieden endeten nur remis. INTER war zwar spielerisch überlegen, ließ aber einige Torchancen aus und zeigte zudem noch Schwächen in der Abwehr. In Marienau musste INTER fast mit einer kompletten zweiten Garnitur antreten und konnte daher keinen Blumentopf gewinnen. Den Ehrentreffer beim 1:6 erzielte Daniel Feldmann. Danach ging es gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Während gegen Gr. Berkel ein standesgemäßer 5:2-Sieg eingefahren wurde, folgte beim 0:2 gegen Aerzen die schlechteste Saisonleistung bis dahin. Bis dahin deshalb, weil INTER einige Wochen später in Hastenbeck bei herrlichem Spätsommerwetter auf der ganzen Linie enttäuschte (2:7). Zuvor stand aber noch das mit Spannung erwartete Stadtderby gegen Aufsteiger Löwensen an, welches durch Tore von Busse und Colak bereits nach einer Viertelstunde praktisch schon entschieden war. INTER ließ auch danach nichts mehr anbrennen und siegte mit 5:1 vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch. Benjamin Pekrul hielt in diesem Spiel einen Elfmeter von Ex-INTER-Spieler Oliver Gallinat. Die letzten beiden Vorrundenspiele gegen Klein Berkel II (5:2) und Latferde (3:2) konnte INTER für sich entscheiden. Die ersten beiden Spiele der Rückrunde wurden ebenfalls noch vor der Winterpause ausgetragen. Beim 0:3 in Grohnde gab es für INTER überhaupt nichts zu holen, obwohl Torwart Pekrul eine überragende Leistung zeigte. Daniel Sundermeyer kassierte in diesem Spiel seine zweite Rote Karte der Saison. Das Heimspiel gegen Börry endete wie so oft in den letzten Jahren gegen diesen Gegner mit einem glücklichen INTER-Treffer in den letzten Spielminuten. Nach 77 Minuten führte Börry noch mit 2:0, aber 2x Colak und Busse drehten die Partie noch um.
Im Kreispokal überstand INTER auch die 2. Runde gegen den Leistungsklassen-Rivalen SG Hameln 74. Nach 120 Minuten stand es 1:1, so dass INTER zum ersten mal seit etlichen Jahren wieder ein Elfmeterschießen bestreiten musste. Rolf Schünemann, Daniel Feldmann, Marvin Tasche und Cengiz Colak behielten Nervenstärke und verwandelten sicher. INTER gewann mit 5:3. Im Achtelfinale des Kreispokals zog sich INTER gegen den Bezirksliga-Absteiger BW Salzhemmendorf sehr achtbar aus der Affäre. Bei der 2:3-Niederlage fehlte INTER diesmal etwas das Glück. Daniel Feldmann brachte Salzhemmendorf durch ein Eigentor in Führung und der Querbalken verhinderte am Ende zweimal den Ausgleichstreffer.

    Die 2. Mannschaft hatte sich für die neue Saison viel vorgenommen. Als der Webmaster zu Beginn der Saison leichtsinnig schrieb, dass bei der Reserve der Spaß wichtiger sei als der Tabellenplatz, gab es innerhalb weniger Stunden mehrere Proteste. Die Mannschaft von Trainer Gerd Thiele legte dann auch einen prima Saisonstart hin und hatte den Vorteil, gegen die schweren Gegner nicht gleich am Anfang antreten zu müssen. Abgesehen von der Niederlage im dritten Spiel gegen RW Hess. Oldendorf II (1:3) wurden zunächst alle anderen Gegner geschlagen und sogar sogar die Tabellenführung erobert. Gegen die starke Reserve aus Reher konnte man ein Unentschieden erkämpfen und gegen Hemeringen durch eine kämpferisch starke Leistung einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg umbiegen. Am Wochenende vor dem Spitzenspiel gegen Amelgatzen II konnte dann schon mal das Toreschießen geübt werden. Das Tabellenschlusslicht Lüntorf hatte beim 9:0 nicht den Hauch einer Chance. In Amelgatzen sahen die Zuschauer zwei verschiedene Hälften. Die erste Halbzeit gehörte INTER. Durch drei schnelle Tore (Pascal Schreck, Meik Grawe, Kevin Groves) schien das Spiel schon entschieden, aber in der zweiten Halbzeit wurde mehr und mehr mit der eigenen Leistung und den Schiedsrichterentscheidungen gehadert, so dass Amelgatzen immer stärker wurde, und sich schließlich noch ein 3:3-Unentschieden erkämpfte. Der letzte Treffer fiel so spät, dass ein INTER-Spieler später kommentierte: ''Der Schiri war eine absolute Katastrophe! Der hat so lange nachspielen lassen, bis Amelgatzen endlich den Ausgleich geschossen hat.'' Den Sonntag darauf stand bereits das nächste Topspiel gegen Latferde auf dem Spielplan, welches man durch eine starke Leistung mit 4:2 für sich entscheiden konnte und die Herbstmeisterschaft feiern konnte. Beim ersten Spiel der Rückrunde erreichte kein einziger Spieler auch nur annähernd seine Normalform. In Grohnde verlor der Herbstmeister INTER Holzhausen II völlig verdient mit 0:8. Unglaublich!! Auch im letzten Spiel vor der Winterpause reichte es auf schwer bespielbaren Boden nur zu einem 2:2 gegen die 2. Mannschaft von Börry.

    INTERs Altherren hatten bis Weihnachten sieben Spiele zu absolvieren, von denen lediglich die beiden Lokalderbys gegen Löwensen (1:0) und die Pyrmonter Bergdörfer (3:1) siegreich beendet werden konnten. Dazu erkämpften sich die Oldies ein torloses Unentschieden gegen den SV Hastenbeck. Ein böse 0:11-Schlappe musste man allerdings gegen den Tabellenführer SG Hameln 74 einstecken.

Die Altherren in der Saison 08/09

Beim Mannschaftsfoto zu Saisonbeginn hatten sie noch ihren Spaß (siehe Chronik 2009)
 

Die C-Junioren waren nach dem Neubeginn die ältesten Jugendlichen bei INTER. Das von Marco Hain und Stefan Bertram trainierte Team spielte ohne Wertung in der Kreisklasse, da man drei Jugendliche des Jahrgangs 1993 einbauen musste, die eigentlich schon bei den B-Junioren hätten spielen müssen. Vier Siege und drei Niederlagen standen am Jahresende zu Buche. Erwähnenswert ist die gutklassige Begegnung gegen den Tabellenführer Hemeringen, bei der INTER einen furiosen Start hinlegte und zur Pause hochverdient mit 3:0 führte. In Halbzeit zwei zeigte Hemeringen mit dem Rücken zur Wand aber seine spielerische Klasse und drehte das Spiel noch um (3:4). Die Trainer beider Teams waren sich einig, dass dieses Spiel eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Bei der Vorrunde der Hallenkreismeisterschaften mussten die Trainer ohne die Spieler des älteren Jahrgangs auskommen, was einen mäßigen ersten Spieltag mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen zur Folge hatte. Am zweiten Spieltag konnte man sich durch einen enormen Kraftakt aber doch noch den Einzug in die Meisterrunde erkämpfen. Alle 3 ausstehenden Begegnungen wurden gewonnen!

    Die D-Junioren wurden von Jugendleiter Boris Megerle trainiert, der dabei von den beiden ehemaligen INTER-Jugendspielern Nico Kister und Youssuf Issa unterstützt wurde. In der zweituntersten Klasse war das Team genau richtig angesiedelt, denn es gab sowohl Niederlagen als auch Siege sowie ein 3:3-Unentschieden gegen Halvestorf im ersten Punktspiel. Gegen den Lokalrivalen vom Hagen hatte man beim 0:14 allerdings keine Chance. Gegen einen anderen Lokalrivalen, die Spvgg. Bad Pyrmont, musste man dagegen in der 1. Pokalrunde gar nicht antreten und kam kampflos eine Runde weiter. Vielleicht hätte INTER dies angesichts des nächsten Pokalgegners genauso machen sollen, denn gegen den Kreisliga-Spitzenreiter HSC BW Tündern kassierten unsere Jungs die Tore im Zweieinhalbminutentakt (0:25). Die bis dato höchste Niederlage eines INTER-Teams. Natürlich mussten sich die Spieler in ihrem ersten D-Junioren-Jahr aber auch erst einmal an 60 Minuten auf dem großen Feld gewöhnen. Und es gab ja auch Erfolgserlebnisse (5:1 gegen SG Hameln 74, 3:1 gegen Königsförde 2). Bei den Hallenkreismeisterschaften spielte man prima und hatte keine Probleme, die Meisterrunde zu erreichen.

Oliver Spilker sagt seinen Jungs in der Halbzeitpause, wo´s lang geht

    Bei den E-Junioren konnten gleich zwei Mannschaften gemeldet werden. Die E1 war INTERs einzige Jugendmannschaft, die in der Kreisliga ran durfte. Dort konnte das von den Freters trainierte Team mit den meisten anderen Mannschaften gut mithalten und zwei Siege (4:3 gegen Gr. Berkel, 4:2 gegen Löwensen) und zwei Unentschieden (2:2 gegen Salzhemmendorf, 6:6 gegen JSG Eintracht/Preußen Hameln) erkämpfen. Die E2 spielte eine Klasse tiefer und hatte somit erstens schwächere Gegner und zweitens mit Martin Ejikeme und Dino Kestic zwei Spieler mit eingebauter Torgarantie in den eigenen Reihen. Lediglich gegen die jahrgangsälteren Spieler aus Klein Berkel zog man mit 3:4 knapp den Kürzeren, aber ansonsten konnten alle Spiele gewonnen werden. Einige Siege waren durchaus sehr eng (z.B. gegen Grohnde/Lüntorf oder Ottenstein). Bei schwächeren Gegnern konnte Trainer Oliver Spilker dann aber auch mal den Reservespielern eine längere Spielzeit gewähren. Die E2 überwinterte auf dem zweiten Tabellenplatz und war somit die einzige INTER-Jugend, die noch Chancen auf die Meisterschaft hatte. Bei den Hallenkreismeisterschaften schafften beide E-Jugendteams souverän den Sprung in die Meisterrunde.

    Bei den F-Junioren waren auch zwei INTER-Mannschaften am Start, die ebenfalls Oliver Spilker mit der Unterstützung von Mathias Mühlenbernt und Simone Freter betreute. Beide F-Jugendmannschaften konnten sowohl auf dem Rasen mit Plätzen im Tabellenmittelfeld als auch in der Halle mit Einzügen in die Meisterrunde überzeugen. Wie immer fielen bei den Jüngsten besonders viele Tore. Wenn es mal eine deftige Niederlage setzte, wurde dies dann beim nächsten Spiel ganz einfach durch einen Kantersieg wieder wettgemacht.
 

    Natürlich kam auch in der zweiten Jahreshälfte das Feiern nicht zu kurz. Am 03.10. wurde im Vereinsheim ein Bayerischer Abend mit Oktoberfestbier, Haxn, Brezn, usw. gemacht und Anfang November fuhr eine Abordnung von INTER nach Münster zu "Europas größter Keglerparty". Die Weihnachtsfeier fand diesmal nicht im Vereinsheim sondern bei Mandy & Hotte in der Tennishalle statt, wobei sich die Anwesenden im benachbarten Eislaufzelt beim Eisstockschießen versuchen konnten. Ähnlich wie Eisstockschießen funktioniert Bosseln. Beim 41. Bosselturnier der BSG Bad Pyrmont in der Südhalle trumpfte das Team von INTER, bestehend aus Thomas & Stefan Bertram, Oliver Spilker und Thorsten Sundermeyer, ganz groß auf, setzte sich gegen 26 andere Teams durch und holte sensationell zum ersten Mal den Pott!! In einem Herzschlagfinale gelang dem INTER-Team mit dem letzten Wurf der Turniersieg gegen die favorisierte Riege des Seriensiegers BFW Bad Pyrmont.



O´zapft is!
Jagger, Chrischi & Timmy


Bossel-König Thorsten hat auch beim
Eisstockschießen gut Lachen


    Kurz vor Weihnachten wurde bekannt, dass INTER im kommenden Sommer mit der Fußballschule von Hannover 96 ein dreitägiges Trainingscamp veranstalten würde. Das ideale Weihnachtsgeschenk für unseren Nachwuchs ... ;)
 
 
 

2009

    Bei der Hallenstadtmeisterschaft wurde diesmal in einem neuen Turniermodus gespielt. Bei den Gruppenauslosungen war INTER der große Pechvogel und musste bei seinen insgesamt vier Spielen jeweils zweimal gegen die Spvgg. Bad Pyrmont und gegen Germania Hagen antreten. Gegen die Germanen gelang zumindest einmal ein Unentschieden.
Am selben Wochenende gab der INTER Vorstand bekannt, dass Rolli Schünemann auch in der Saison 2009/10 Trainer sein würde.

    Unsere D-Jugend nahm im Januar an dem überregional besetzten McDonalds Hallencup teil und erzielte dabei gute Ergebnisse. Besonders stolz war Trainer Boris Megerle auf die Auszeichnung des INTER-Keepers Noah Grondmann zum besten Torwart des Turniers. Anfang März richtete INTER erstmals selbst ein Hallenturnier für D-, E- und F-Junioren aus, zu dem insgesamt 15 Teams eingeladen wurden. Die Südhalle war beim bestens organisierten Inter Cup 2009 sehr gut gefüllt und vor allem bei den D-Junioren bekamen die Zuschauer Tore in Hülle und Fülle zu sehen, da die Teams auf 5-Meter-Tore spielten.

Jahreshauptversammlung 2009     Bei der Jahreshauptversammlung am 6. Februar wurde ein für viele Mitglieder überraschender Wechsel an der Vorstandsspitze vollzogen. Harald Feldmann gab seinen Rücktritt als 1. Vorsitzender bekannt. Er hatte dieses Amt insgesamt 9 Jahre lang bekleidet. Eigentlich wollte Harry genau wie sein Vorgänger Thomas Gödecke ein Jahrzehnt voll machen, aber eine Krankheit veranlasste ihn, das Präsi-Amt vorzeitig abzugeben. Natürlich hatte sich der INTER-Vorstand klugerweise bereits im Vorhinein Gedanken über einen geeigneten Nachfolger gemacht. Mit Stefan Bertram wurde den anwesenden Mitgliedern derjenige Kandidat vorgeschlagen, der als einziger vom damaligen INTER-Gründungszirkel immer noch aktiv im INTER-Vorstand tätig war. Eine logische Wahl also. Stefan Bertram - bei jedermann beliebt und von allen nur ''Haas'' gerufen - wurde ohne Gegenstimmen zum neuen Präsi gewählt. Als erste Amtstätigkeit hielt er eine Laudatio auf seinen Vorgänger, in der er hervorhob, dass unter Harrys Regie die gesellschaftliche Bedeutung des Vereins beträchtlich gestiegen war, hervorgerufen durch die gute Jugendarbeit und die Ausrichtungen verschiedener Events und Feste. Außerdem erwähnte er augenzwinkernd, ''dass Harry in seiner Chefzeit immerhin sieben Trainer durchgebracht hat.'' Eine weitere Personalie war die Neubesetzung des Schriftführeramtes, welches Stefan Bertram bis dato bekleidet hatte. Diese Aufgabe übernahm fortan Marco Hain, der als relativ neues INTER-Mitglied bereits in den Jahren zuvor zunehmend Verantwortung im Jugendbereich übernommen hatte. Ein weiteres Thema an jenem Abend war das Maulwurfproblem auf dem Sportplatz, von dem sich die Anwesenden vor Ort selbst überzeugen konnten. Dieses wurde einige Wochen später durch einen sogenannten Maulwurfzaun gelöst.

    Auch wenn die Vorbereitung nach der Winterpause durch immer wiederkehrende Wintereinbrüche erschwert wurde, wollte man in der Rückserie noch einmal Gas geben. Trainer Rolli Schünemann äußerte sich optimistisch: "Wir müssen in den kommenden Monaten einfach mal einen Schritt mehr machen als die Konkurrenz. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir im Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz durchaus noch ein Wörtchen mitsprechen können." Angesichts eines Sechs-Punkte-Rückstandes eine realistische Einschätzung, für dessen Realisierung aber wirklich fast alles wie am Schnürchen klappen musste. Der unerwartet deutliche 6:2-Testspielsieg gegen Kreisligist Hemeringen gab Anlass zu Optimismus. Beim ersten Rückrundenspiel Ende März wurde INTER jedoch auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gute Vorsätze hin oder her, die Münderaner zeigten sich kämpferisch und läuferisch überlegen und gewannen klar mit 4:0. Trotz folgenden Siegen gegen die Kellerkinder Großenwieden und Groß Berkel (mit einem 8-Minuten-Hattrick von Cengiz Colak!) rutschte das Team nach nicht eingeplanten Niederlagen gegen Aerzen und RW Hess. Oldendorf endgültig ins Niemandsland der Tabelle ab. Voll auf ihre Kosten kamen die INTER Fans im Heimspiel gegen den späteren Vizemeister Marienau. Nach 60 Minuten lag INTER 0:3 hinten, schaffte aber innerhalb weniger als 10 Minuten den 3:3 Ausgleich. Stark präsentierte sich INTER auch wieder beim prestigeträchtigen Lokalderby in Löwensen. Die Gastgeber hatten kurz zuvor Ihren Trainer verloren und traten ausgerechnet unter der Leitung ihres Damentrainers und "INTER-Ultra der ersten Stunde" Michael ''Bomber'' Buskies an. Bombers taktische Anweisungen waren aber wohl kaum der Grund für die 1:5-Heimniederlage der Löwenser. Bei der darauf folgenden Partie ging die angestrebte Revanche für die 2:7-Hinspielschlappe gegen Hastenbeck gründlich in die Hose. INTER konnte froh sein, nach einer katastrophalen 1. Halbzeit und zwischenzeitlichem 0:4-Rückstand am Ende mit einem 2:4 unter die Dusche zu gehen. Bei den letzten Begegnungen war die Luft verständlicherweise raus und der Trainer musste zudem teilweise auch mit einer Notelf auflaufen. Pech hatte INTER beim letzten Spiel zuhause gegen die SG Hameln 74, als man erst in der letzten Minute der Partie den Siegtreffer der Hamelner hinnehmen musste. Diese Partie wurde um drei Tage auf den Donnerstag Abend vorgezogen, damit die Spieler am Samstag unbeschwert zur INTER Schlosshofparty gehen konnten. Da im Frühjahr 2009 ausnahmsweise mal kein einziges Punktspiel ins Wasser gefallen war, hatte dies zur Folge, dass INTER wohl erstmals in der Geschichte als allererstes Team der Staffel die Saison beendete. Bis auf Großenwieden hatten alle anderen Konkurrenten hingegen noch ein bis drei Spiele zu absolvieren.

in den vergangenen Jahren kam es im Frühling ja des öfteren vor, dass der Interpark unter Wasser stand, aber in den 6 bis 8 Wochen vor der Schlosshof-Fete hatte es dagegen so gut wie keinen Tropfen geregnet. Ausgerechnet am Veranstaltungstag schüttete es den gesamten Nachmittag und Abend durch. Dennoch trotzten dank GRACE und den Schlosshofschirmen knapp 600 Gäste dem Dauerregen. So konnte Stefan Bertram leicht sarkastisch resümieren: "Die Stimmung war toll und wegen des Sauwetters ging das Aufräumen deutlich schneller als sonst vonstatten."

    Nicht unbedingt nach Feiern zumute war ein paar Wochen später unsere Zweite Herrenmannschaft, der der Meisterschaftspokal quasi erst auf der Ehrenrunde entrissen wurde. Die Zwote spielte eine tolle Rückrunde und verlor nur eine einzige Partie gegen Latferde II (0:2). Obwohl INTER eigentlich stärker war, sorgten unzählige individuelle Fehler dafür, dass das Team nicht zu seinem gewohnten Spiel fand. Alle anderen Spiele wurden sicher oder auch wie z.B. gegen RW Hess. Oldendorf mit ein wenig Glück gewonnen. Die Partie in Hess. Oldendorf hatte zugleich den kuriosesten Höhepunkt der Saison zu bieten, nachdem Thomas Mulitze INTER mit 2:1 in Führung geschossen hatte: durch einen direkt verwandelten Abstoß des Keepers von Rot-Weiß, der die gesamte Abwehr einschließlich des ansonsten gut aufgelegten Ersatz-Keepers Patrick Petré überwandt, gelang den Oldendorfern in der 88. Minute der Ausgleich. INTER bewies trotz dieses Faupaxs Moral und quasi im Gegenzug nutzte Kevin Groves einen Torwartfehler und konnte so den Sieg in allerletzter Minute retten. INTERs Zwote - Meister der Herzen ! Genau wie bei der Ersten war die Zweite gegenüber den Konkurrenten mehrere Spiele in Vorleistung. Das bereits erwähnte verlorene Spiel gegen die Reserve aus Latferde gab den Ausschlag, dass Latferde II am Ende die einzige Mannschaft war, die INTER mit einer Siegesserie noch hätte abfangen können. Am 24. Mai verlor Latferde mit 0:5 gegen Reher, INTERs Vorsprung war nun uneinholbar und die Meisterfeier konnte geplant werden. 04. Juni wurde INTERs Reserve offiziell vom Kreisverband der Meisterpokal überreicht, worüber auch beim neu gegründeten regionalen Sportportal www.awesa.de berichtet wurde. Einige Tage später stellte sich jedoch heraus, dass Reher in der Partie gegen Latferde einen unerlaubten Spieler eingesetzt hatte und die Punkte an Latferde gingen. Plötzlich hatte Latferde nur noch 2 statt 5 Punkte Rückstand bei noch einem ausstehenden Spiel gegen die zweite Mannschaft von Grohnde. Wie es oftmals in solchen Fällen ist, entscheiden in diesen Endspielen nur Sekunden über den Ausgang. Grohnde führte bis zur 88. Minute mit 2:1 und verlor dennoch 2:3. Somit war nun Latferde II der Staffelmeister und INTER fand sich unverhofft auf dem Relegationsplatz wieder. Das Relegationsspiel fand am 17.06. ebenfalls in Grohnde gegen die Reserve der SG Hameln 74 statt, die Zweiter in der anderen Staffel geworden waren. In diesem Spiel, zu dem natürlich auch zahlreiche Zuschauer aus Holzhausen anreisten, war vom Anpfiff an zu erkennen, dass es eine äußerst schwierige Angelegenheit sein würde, die SG 74 zu schlagen. Die INTER-Reserve, die ohne ihren Kapitän Meik Grawe auskommen musste, war ständigem Druck der Hamelner ausgesetzt, was zwangsläufig früher oder später zu Toren führte. Zur Halbzeit stand es 0:3 und die Partie war quasi bereits entschieden. INTER hatte zwar auch einige Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Das Endresultat lautete 2:8 und SG Hameln 74 II konnte den verdienten Aufstieg feiern. INTER hingegen fühlte sich hingegen schon ein wenig um den Aufstieg betrogen, weil es erstens - nicht wie sonst eigentlich üblich - keinen gemeinsamen letzten Spieltag gab und zweitens wegen der verspäteten Korrektur des Reher-Latferde-Spiels. Man hatte sogar schon Meister-T-Shirts drucken lassen, die nun allenfalls noch als Putzlappen taugten. Der Kapitän der Zweiten, Meik Grawe, war zugleich auch bester Torschütze (15 Treffer), die restlichen 79 erzielten Tore waren breit über fast alle Spieler in Sturm und Mittelfeld gestreut. Die Abwehr ließ dagegen lediglich 38 Gegentore zu. Dazu trug neben den Herren Kozuchowski, Kelm und Warnke auch der reaktivierte Dominik ''Omme'' Hundertmark seinen Teil dazu bei. Trainer Gerd Thiele bedankte sich abschließend auf der INTER Homepage noch einmal ausdrücklich für den guten Teamgeist, insbesondere bei den Leuten, die nicht immer zum Einsatz gekommen waren. Im Zuge der vermeintlichen Meistereuphorie der 2. Herren fielen übrigens ein paar Äußerungen, die vorübergehend zu Verstimmungen bei Teilen der 1. Mannschaft führten. Die Diskrepanzen wurden aber wenig später in einer gemeinsamen Sitzung ausgeräumt.

    Das Traurigste in diesem Jahr war aber noch nicht einmal der verpasste Aufstieg der Zweiten Herrenmannschaft sondern die Abmeldung der Altherrenmannschaft. Man bekam einfach nicht mehr genügend Personal auf den Rasen. Das letzte Tor der Altherren war ein 20-Meter-Schuss von Michael Buskies im Spiel gegen die Bergdörfer am 18. Oktober 2009. Damit endete eine 15jährige Ära, in der INTER in jeder Saison mit mehr oder weniger Erfolg eine Altherrenmannschaft aufzubieten hatte. In diesem Zusammenhang muss man den Altherrenbetreuer Boris Megerle noch einmal lobend hervorheben, der die Truppe über Jahre hinweg mit gemeinsamen Aktivitäten und Feten in seinem Partykeller zusammengehalten hatte. Gegenüber dem Autor dieser Chronik erwähnte Boris mal, dass es oft schwieriger sei, die Altherren zu organisieren als die beispielsweise die E-Jugend. Weiß der Geier, wieviel Telefongespäche über die Jahre bei ihm zusammengekommen sind! Für die kommende Saison hoffte der INTER-Vorstand, stattdessen ein auf dem Kleinfeld kickendes Altliga-Team zusammenstellen zu können, für dessen Aufgebot vier Spieler weniger nötig waren.

    INTERs älteste Jugendmannschaft, die C-Jugend, kämpfte in der Meisterschaft ja nicht um Punkte und legte das Augenmerk zunächst auf Aktivitäten in der Halle. Beim Neujahrsturnier in Emmerthal glänzte INTER mit 2 Mannschaften und hervorragenden Leistungen. Zudem wurde Ramon Schneider als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet. Dies galt leider nicht für das Viertelfinale der Kreismeisterschaften, wo man sang- und klanglos als Letzter ausschied. In der Meisterschaftsrückrunde startete INTER schlecht, steigerte sich dann von Spiel zu Spiel um bei den letzten Partien wieder stark abzubauen. Dies missfiel den beiden Trainern Marco Hain und Stefan Bertram derart, dass sie dies auf der INTER Homepage nach dem letzten Spiel Ende Mai deutlich zum Ausdruck brachten: "Die zukünftige B-Jugend wird ein neues Gesicht bekommen, da mit der Qualität des Kaders von heute und der Trainingseinstellung der vergangenen Wochen nichts zu erreichen sein wird. Zum einen soll der Spaßfaktor wieder im Vordergrund stehen, andererseits wollen wir erfolgreich spielen. Dazu gehört, dass ab sofort jeder Spieler mitzieht. Spieler die daran kein Interesse haben, werden in Inters B-Jugend keinen Platz mehr finden!"

    Das Jahr für die D-Jugend begann mit dem bereits erwähnten McDonalds-Hallenturnier als ersten Höhepunkt. Bei den Hallenkreismeisterschaften schaffte es das von Co-Trainer Nico Kister betreute Team bis ins Halbfinale und verpasste nur denkbar knapp das Finale. Nach 3 Siegen gegen Löwensen, Großenwieden und Emmerthal verhinderten Niederlagen gegen Hagen und Klein Berkel das Weiterkommen. Bis zum letzten Spiel verkaufte sich INTER sehr gut und gefiel durch schön herausgespielte Tore der beiden Torjäger Thore Hiller und Timo Horchelhahn. Nicht so gut lief es im Freien, wo abgesehen von der ersten Rückrundenpartie kein weiteres Spiel siegreich beendet werden konnte (8. Platz von 10 Mannschaften). Trotz allem wurde von Boris Megerle auf der INTER Webseite der vorhandene Einsatzwillen und das mehrfache Funktionieren der Abseitsfalle lobend erwähnt. Auch wurden testweise Spieler der E-Jugend erfolgreich integriert. Bemerkenswert ist, dass eine ganze Reihe Spieler in Pflicht-, Test- und Turnierspielen auf mehr als 40 Saisoneinsätze kam: neben den beiden Kapitänen Moritz Schur und Timo Horchelhahn außerdem Maurice Dressler, Noah Grondmann, Niklas Güse, Nico Helmig, Thore Hiller, Valentin Schrodt und Timm Schröder.

    Die E1-Jugend erkämpfte sich zunächst bei einem von SW Löwensen ausgerichteten Hallenturnier einen tollen zweiten Platz. Im Freien bekamen die Jungs aber auch in der Rückrunde die rauhe Luft der Kreisliga zu spüren und konnte nur noch wenige Punkte ergattern. Gegen Mannschaften wie z.B. Preußen Hameln, Tündern oder Eimbeckhausen hingen die Trauben einfach noch ein paar Zentimeter zu hoch. Dies konnte man auch gut anhand der Tordifferenz von 42:135 ablesen. Am Ende platzierte sich die E1 in der Kreisliga auf dem 11. von insgesamt 13 Tabellenplätzen. Einige Spieler der E2-Jugend mussten natürlich manchmal in der E1 aushelfen, genauso wie ein zwei Spieler, die eigentlich für die E1 gedacht waren, längerfristig an die E2 ausgeliehen wurden. Nebenbei erwähnt kickten mit Tabea Quilitz, Emely Müller, Felicitas Weber und Laura Herforth auch vier Mädels mit, und das nicht am schlechtesten! Die E2 musste in der Rückrunde nach einer 2:5-Niederlage Ottenstein den 2. Tabellenplatz in der Kreisklasse überlassen, konnte aber wenigstens den 3. Platz gegenüber Emmerthal behaupten und das Lokalderby gegen Hagen mit 4:0 gewinnen. Die Trainer registrierten erfreut, dass das Training erste Früchte zeigte und bei Standardsituationen schon eingeübte Spielzüge klappten. Zum Abschluß der ersten E-Jugendsaison konnte die E2 beim Turnier in Falkenhagen den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Kommentar des Trainers: ''Eine super Leistung von allen Spielern. Macht weiter so ...''

    Das gleiche erhofft sich INTER natürlich auch von den Kindern der beiden F-Jugendmannschaften von denen Luis Bossek, Maximilian Freter, Malte-Luk Heller, Jan Hollmann und Pascal Winkler bei allen Pflichtspielen anwesend waren. Die F1 verfehlte nur aufgrund der um zwei Tore schlechteren Tordifferenz das Halbfinale der Hallenkreismeisterschaften. Bei den Stadtmeisterschaften zeigte ein 3. Platz (lediglich zweieinhalb Minuten bzw. ein Gegentor im letzten Spiel gaben den Ausschlag für die verpasste Stadtmeisterschaft), dass INTERs jüngste Kicker voll auf Augenhöhe mit den anderen Pyrmonter Teams waren. Im Freien wurde ein guter 5. bzw. 3. Tabellenplatz in der jeweiligen Staffel der 1. Kreisklasse erzielt.

INTERs Jugendleiter Boris Megerle war abschließend nicht gänzlich zufrieden: "Diese Saison ist insgesamt gesehen nicht gerade optimal verlaufen." Was natürlich auch kein Wunder ist, angesichts der nicht eben geringen Probleme, die die Auflösung der JSG ein Jahr zuvor mit sich gebracht hatte.

Dasselbe dürfte auch für den Herrenbereich gelten. Auch bei den Senioren verlief die Saison gelinde eher suboptimal. Die Altherren aufgelöst, die Reserve im letzten Moment um den Aufstieg gebracht und auch die 1. Herrenmannschaft hatte sich sicherlich mehr vorgenommen als ein 7. Platz mit negativer Tordifferenz. Zum zweiten Mal musste Trainer Rolli Schünemann wohl oder übel feststellen, dass die Qualität des Kaders insgesamt nicht ausreichte, um ernsthaft um den Aufstieg mitmischen zu können. Herausragend war einzig Torjäger Cengiz Colak, der mit seinen 36 Toren allein knapp 60% aller INTER-Treffer erzielte. Ebenfalls als echte Verstärkung erwies sich der neue Keeper Benjamin Pekrul. Positiv war auch die gute Entwicklung von Youngster Marvin Tasche. Aber es gab halt auch eine nicht immer sattelfeste Abwehr und Defizite im Mittelfeld, insbesondere wenn wichtige Spieler wie Christian Busse oder Patrick Jäger über längere Zeit ausfielen. In diesem Zusammenhang sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sogar Betreuer Thomas Bertram im bereits Altliga-fähigen Alter zu einem Einsatz AUF dem Spielfeld kam. Jedenfalls forderte Trainer Rolli Schünemann nach dem Ende der Spielzeit nachdrücklich Verstärkungen für die kommende Saison.

    Vom 3. bis 5. Juli hatte INTER für die Pyrmonter Kids etwas ganz Besonderes zu bieten. Gemeinsam mit der Fußballschule von Hannover 96 richtete INTER ein Trainingscamp mit vier Übungseinheiten sowie einem abschließenden Turnier aus. In den Mittelpunkt setzte das professionelle 96er-Trainerteam um die ehemaligen Bundesligakicker Roman Wojcicki und Rachid Belarbi ballorientierte Übungen zwecks technischem Feinschliff der jungen Kicker.

    Die Neuzugänge für die Saison 2009/10 waren fast alles bekannte Gesichter. Bruno Bllaci, Nico Kister, Alexander Luft und Denis Pak hatten alle schon in der INTER Jugend hinter das Leder getreten. Der älteste Bekannte und trotzdem die wohl größte Überraschung war jedoch Mario "Knüppel" Reinhold, der trotz seines fast schon biblischen Alters (46) bereits zum dritten oder vierten Mal bei INTER anheuerte. Als einziger unbekannter Neuer kam Burak Öz, dem einige Wochen später sein Bruder Tolga nachfolgen sollte. Nach einer längeren Pause wieder mit an Bord waren Thomas Mulitze und Dominik Hundertmark. Die drei zu verzeichnenden Abgänge zog es zu drei verschiedenen Vereinen (Christian Busse zur Spvgg. II, Christian Wilk nach Löwensen und Marvin Tasche zu den Bergdörfern). Ende Juli organisierte Rolli Schünemann wieder ein dreitägiges Trainingslager in Kirchbrak, um taktische Dinge einzustudieren und den Zusammenhalt der Mannschaft zu festigen.

Die Saison ging ziemlich turbulent los. Zunächst überstand man die erste Pokalrunde in Latferde mit einem glücklichen 3:2-Sieg nach Verlängerung. Im ersten Punktspiel gegen Bad Münder erzielte INTER wieder 3 Treffer, musste den Ball aber viermal aus dem eigenen Netz fischen. In beiden Spielen überschlugen sich die Ereignisse in den letzten Spielminuten und INTER verschoss in beiden Begegnungen jeweils einen Elfmeter. Im nächsten Spiel beim Aufsteiger Spielvereinigung Bad Pyrmont II zeigte sich das Team leider ziemlich verunsichert und ließ unverständlicherweise auch den Kampfgeist vermissen, den man in einem Derby an den Tag legen sollte. Ausgerechnet Christian Busse brachte die Spvgg. mit zwei Toren in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße. Zwei weitere Kontertore musste INTER in der zweiten Hälfte hinnehmen. Diese unerwartet deutliche Niederlage im Lokalderby schien auch eine ziemliche Wirkung auf die Moral der Mannschaft zu haben, denn in den nächsten Wochen folgten in zum Teil recht torreichen Partien 5 Niederlagen in Serie. Einzig im Pokal konnte zwischendurch ein 1:0-Sieg gegen die klassentieferen Amelgatzener gefeiert werden. Zu allem Überfluss kam nun auch noch reichlich Verletzungspech von Nils Dorn (Schulter), Daniel Feldmann (Beinbruch), Mario Reinhold (Achillessehnenprobleme) und Nico Kister (Kreuzbandriss) hinzu. Rolli redet Tacheles Das zweite Saisonderby gegen Löwensen - die jetzt übrigens von INTERs Ex-Jugendleiter Sylvan Spilker gecoacht wurden - stand somit bereits unter einem besonderen Stern, da die beiden Mannschaften das Tabellenende zierten. In diesem Kellerduell hatte INTER diesmal das Glück auf seiner Seite. Bis kurz vor Schluss sah alles nach einer 2:2-Punkteteilung aus, aber ein Last-Minute-Doppelschlag von Mario Reinhold und Denis Pak ließ am Ende allein die INTER Fans jubeln. Dieser Sieg in Löwensen schien eine Trendwende einzuläuten, denn auch die nächste Begegnung gegen Eimbeckhausen II wurde gewonnen. Und im Achtelfinale des Kreispokals sorgte INTER bei Fritz-Walter-Wetter für die große Überraschung und warf Titelverteidiger Grohnde mit 4:2 aus dem Rennen! Leider war dies auch nur ein Strohfeuer, denn in den folgenden Punktspielen gegen die nicht so stark eingeschätzten Klein Berkel II, Flegessen und Latferde konnte kein Sieg mehr eingefahren werden. Wenigstens gelang im letzten Spiel vor der Winterpause noch eine verdiente Punkteteilung in Hastenbeck, wo man in den letzten Jahren immer recht alt ausgesehen hatte. Aber auch in diesem Spiel musste INTER wie so oft in dieser Saison - das Löwensen-Spiel war die große Ausnahme - in den Schlussminuten noch einen Gegentreffer hinnehmen und verschenkte wertvolle Punkte. Vielleicht ein Hinweis auf mangelnde Fitness einiger Spieler? Einige Male schwächte sich INTER zudem durch unnötige Platzverweise selbst, wobei auch der Trainer Rolli Schünemann nicht unerwähnt bleiben sollte, dem oftmals auf und neben dem Platz der Kragen platzte. Ein Spieler der 2. Mannschaft äußerte sich recht treffend in etwa folgendermaßen zur Situation der Ersten: ''Ich kapier nicht, was bei der Ersten los ist. Die Jungs verstehen sich privat alle super gut, hängen dauernd zusammen rum, gehen zusammen einen trinken und haben Spaß. Das sind neben dem Platz die dicksten Kumpels aber auf dem Platz geht sofort die Schreierei los und alle motzen rum anstatt sich gegenseitig anzufeuern.'' INTER kassierte in der Vorrunde 46 Gegentore in 14 Spielen, also im Schnitt mehr als drei Tore pro Spiel. Eindeutig zu viel! Das kann auch ein gut besetzter Sturm nicht immer kompensieren. Die 29 erzielten Treffer wurden fast allesamt von Cengiz Colak, Mario Reinhold und Thomas Mulitze erzielt. Der Blick auf die Wintertabelle war ziemlich ernüchternd. INTER leuchtete mit der roten Laterne und hatte bereits 5 Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, den Löwensen bestimmt nicht so ohne weiteres gerne würde hergeben wollen. Rolli Schünemann zog für sich die Konsequenzen und teilte Anfang November dem Vorstand mit, dass er zum Saisonende im Sommer 2010 das Traineramt aufgeben werde. Bis dahin wolle er selbstverständlich noch alles tun, um sich nicht als Abstiegstrainer von INTER verabschieden zu müssen.

    So blöd der geklaute Aufstieg in der letzten Saison auch war, waren die Spieler der 2. Herrenmannschaft wahrscheinlich doch froh, nicht in der 1. Kreisklasse antreten zu müssen. Das Team funktionierte in dieser Saison nicht mehr so gut. Ein Grund dafür war der wohnortbedingte Verlust von Meik Grawe, der sowohl als Kapitän und Mittelfeldregisseur als auch als Torschütze schmerzlich vermisst wurde. Zudem hängten Sven Warnke und Ralf Röwer ihre Fußballschuhe an den Nagel. 3 Siegen standen 6 Niederlagen gegenüber. Dreimal spielte man Unentschieden, unter anderem auch auf dem Hagen. Das reichte lediglich für den 10. Tabellenplatz. Peinlich war vor allem die 0:13-Heimniederlage gegen Grohndes Reserve.

    Die Altherren wurden in der neuen Saison durch eine Altseniorenmannschaft ersetzt. Den ersten Auftritt absolvierten die neue Mannschaft erfolgreich bei der Sportwoche in Löwensen mit einem 9:2-Sieg über den Gastgeber. Während der gesamten Meisterschaftsvorrunde kamen immerhin 15 Oldies zum Einsatz. Es wurden nun ja nur noch 7 Aktive auf dem Feld benötigt. Natürlich profitierte das Team von den Torjägerqualitäten eines Mario Reinhold oder Rolf Schünemann. Von den 7 Begegnungen der Vorrunde unterlag man zweimal knapp gegen Halvestorf und Fischbeck. Alle anderen Begegnungen wurden - zum Teil recht deutlich - gewonnen, was den 2. Tabellenplatz zur Winterpause bedeutete.

    Im August konnte INTER fünf Jugendmannschaften auf den grünen Rasen schicken. Zweimal in der Kreisliga (B- und E-Junioren) und dreimal in der Kreisklasse (D1-, D2- und F-Junioren).

    Die B-Junioren lagen wieder in den Händen des Trainergespanns Stefan Bertram / Marco Hain, jedoch stellte sich nach einigen Wochen überraschend heraus, dass letzterer sich von INTER verabschieden wollte. Marco kündigte im November plötzlich aus heiterem Himmel seinen Vereinsaustritt zum Jahresende an. Als Grund gab er an, dass er für die INTER-Jugendarbeit keine guten Perspektiven sehe und kein wirkliches Konzept da sei. Naturgemäß sahen dies andere Leute und insbesondere der Jugendwart Boris Megerle anders und fühlten sich von Marco hintergangen. Glücklicherweise fand sich mit Cengiz Colak schnell ein Ersatz für die Betreuung. Dabei ging am Saisonanfang alles so gut los! Durch drei oder vier Neuzugänge verstärkt sorgte die B-Jugend im ersten Punktspiel gleich für einen Paukenschlag. Eigentlich hatte jedermann mit einer klaren Niederlage im Derby gegen die Spvgg. Bad Pyrmont gerechnet, aber INTER gewann völlig überraschend mit Kampfgeist, einer starke Abwehrleistung und zwei schönen Angriffen 2:1! Die Tore schossen Ramon Schneider und Chris Kempe. Leider konnte das Niveau in der Folgezeit nicht gehalten werden. Insbesondere zwei zweistellige Packungen innerhalb von 14 Tagen gegen die JSG Deister-Sünteltal sowohl im Pokal als auch in der Meisterschaft taten sehr weh. Ob diese sowie zwei weitere saftige Niederlagen Marco letzten Endes zum Vereinsaustritt veranlasst haben, oder ob es umgekehrt war, dass die Moral der Mannschaft auch mit durch Marcos plötzlichen Abtritt beschädigt wurde, wissen letztlich nur die Beteiligten selbst. Jedenfalls kam es im Gästebuch der INTER-Homepage zu einigen unschönen Äußerungen vereinzelter Spieler, was die gereizte Stimmung innerhalb des Teams verdeutlichte. Als Vorletzter ging man mit sechs Punkten in die Winterpause.

    Die von Boris Megerle und Nico Kister betreute D1 ging vor allem zu Beginn der Vorrunde durch ein Wechselbad der Gefühle. Sowohl im Kreispokal als auch in der Meisterschaft wechselten sich deutliche Siege mit ebenso deutlichen Niederlagen ab, wobei die Niederlagen etwas in der Überhand waren. Zum Ende hin wurden die Ergebnisse knapper, was wohl auf die Stabilisierung der Abwehr zurückzuführen war. Höhepunkt der Vorrunde war der sensationelle 4:2-Heimsieg über den damaligen Tabellenführer Fischbeck, bei dem Valentin Schrodt von seinem Trainer ein Extralob für seine Abwehrleistung einheimste. Zwar lag die D1 mit 3 Siegen und 6 Niederlagen an Weihnachten nur auf dem drittletzten Tabellenplatz, aber der Punkteabstand zu einem vorderen Mittelfeldplatz betrug lediglich zwei Punkte, so dass man hoffen konnte, in der Rückrunde noch den einen oder anderen Platz gut machen zu können. Auch bei den Hallenkreismeisterschaften gab das Team um Kapitän Moritz Schur und Torjäger Niklas Güse einen guten Einstand und konnte sich souverän für die Meisterrunde im Februar qualifizieren.

    Die D2 spielte in der 2. Kreisklasse, also eine Klasse tiefer als die D1. Und ganz anders als bei der D1 ging es bei der Reserve um einiges spannender zu, was knappe Ergebnisse (3:2, 8:7, 2:1, 2:3) anbelangt. Insgesamt standen am Ende der Hinrunde 4 Siege, 2 Niederlagen und ein 3. Tabellenplatz für das von Patrick Jäger und Rolf Schünemann betreute Team zu Buche. Die beiden Teams aus Lachem und Hilligsfeld schienen aber doch zu stark um noch in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen zu können. Auch die D2 konnte sich für die Meisterrunde der HKM qualifizieren.

    Olli Spilkers E-Junioren konnten zwar das Auftaktmatch gegen Halvestorf 5:1 gewinnen, hatten in den folgenden Begegnungen aber einige Male Pech bei knappen Niederlagen. Das Glück wendete sich im packenden Pokalfight auf dem Hagen, welcher mit 5:4 zugunsten INTERs endete. Danach folgten drei deutliche Niederlagen in der Meisterschaft (u.a. 2:8 gegen Löwensen), so dass INTER vorübergehend sogar die Rote Laterne besaß. Nach den Herbstferien konnte das Team sich durch zwei Siege gegen Afferde und Reher um zwei Tabellenplätze verbessern. Mit den drei torgefährlichen Spielern Martin Ejikeme, Malte Heller und Dino Kestic gab es Anlass zur Hoffnung, sich in der Rückrunde weiter zu steigern. Der Trainer hoffte vor allem, dass ''unsere obligatorische Auszeit in der Defensive'' abgestellt, und weniger Schönspielerei und dafür mehr Leidenschaft und Taktik zu sehen sein würde. Bei den Hallenkreismeisterschaften trat INTER gleich mit zwei Teams an. Die E1 erreichte als Vorrundensieger die Meisterrunde. Dort gelang der E1 am 1. Spieltag ein ordentlicher Auftritt (3. Platz) und verschaffte sich eine ganz gute Ausgangsposition für den 2. Spieltag Ende Januar 2010. Die E2, verstärkt durch einige F-Jugendliche, konnte sich erwartungsgemäß nicht für die Meisterrunde qualifizieren und konnte wegen Personalproblemen leider auch nicht in der Trostrunde auflaufen.

    Ganz anders erging es den F-Jugendlichen bei den Hallenkreismeisterschaften. Sie qualifizierten sich in zwei Turnieren für das Halbfinale im nächsten Jahr, was die zahlreichen mitgereisten Eltern bejubelten. Auch der Punktspielstart im August verlief sehr erfolgreich mit einer kleinen Siegesserie (u.a. 9:2 gegen Hagen). Zwischendurch wurde zwar im Pokal gegen Aerzen deutlich mit 3:8 verloren, aber schon 10 Tage später erkämpften sich unsere jüngsten Kicker gegen den gleichen Gegner ein 3:3-Unentschieden. Leider ging das Derby gegen Löwensen knapp mit 4:5 verloren, aber einige Wochen später konnte das erste Rückrundenspiel gegen den Tabellenführer Emmerthal mit etwas Glück 3:1 gewonnen werden. Durch diesen Sieg konnte die F-Jugend in der Winterpause als Tabellenführer Schlitten fahren gehen, wozu es im Übrigen seit vielen Jahren mal wieder genügend Schnee über längere Zeit gab. Der Trainer Mathias Mühlenberndt zeigte sich zum Jahresabschluss dementsprechend rundum zufrieden mit seinen Jungs.

    Im Spätherbst erwartete die gesamte INTER Jugend noch mal eine schöne Überraschung. Dank der Unterstützung der Holzhäuser Unternehmen Bäckerei Engelke, Elektro Zeuner, Firma Dieter Hundertmark sowie der Gaststätte Cap&Cino und dem Hellas Grill, konnten nun alle 5 Jugendteams mit nagelneuen Trainingsanzügen ausgestattet werden. Die Freude war bei den Kids dementsprechend groß.

Was passierte sonst noch so in 2009, abseits vom Fußball?

    Am 26. Mai feierte INTERs Grillmeister Helmut Scheithauer runden Geburtstag. Zahlreiche Glückwünsche vom Vorstand und den vielen Bratwurstfans waren dem nun 60 Lenze alten Grillchef sicher.

    Die drei INTER-Läufer hatten jeweils ihren eigenen Jahreshöhepunkt. Andreas Weber bewältigte Ende April seinen 10. Hermannslauf in Folge und durfte sich fortan offiziell ''Echter Hermann'' nennen. Außerdem nahm er im Sommer an einem verrückten Gebirgslauf in den Pyrenäen teil. Haarich bei seinem 1. Marathonzieleinlauf Jens Kelm hingegen blieb in der Heimat und wagte sich erstmals auf die superschwere Marathonstrecke des Bad Pyrmonter Brunnenlaufes, die er - für sich selbst ein wenig überraschend - ohne jegliche Probleme locker abspulte. Seinen allerersten Marathon lief Klaus Matz im September in Münster, wo er und sein Mitstreiter Andreas beim Ex-Holzhäuser Stefan von Pflug unterkamen und von ihm bestens versorgt wurden. Dabei erzielte Haarich als 40jähriger Marathondebütant mit 3:39:40 eine tolle Zeit. Lustige Begebenheit am Rande: beide Läufer hatten sich die einzige Bierbude bei der Umkleide als Treffpunkt nach dem Rennen ausgemacht. Mehr als eine halbe Stunde standen die beiden nach der Dusche an derselben Theke, ohne sich aber zu sehen! Der Zapfhahn stand genau in der Sichtachse :) Da Haarich irgendwann die Geduld verlor und zurück in die Stadt lief um Stefan von Pflug zu treffen, fanden sich die beiden erst vier Stunden später wieder ... an der Theke der Bahnhofskneipe :))

    Die Schlosshof-Fete wurde wie bereits oben geschildert wie immer routiniert über die Bühne gebracht. Eine größere Herausforderung wie das Public Viewing stand dieses Jahr ja nicht an. Im September wurde das Spanferkelessen mit Kinderflohmarkt, Hüpfburg und Tombola auf dem Schützenplatz in Holzhausen abgehalten. Und Anfang Oktober folgte ein Bayerischer Abend im Vereinsheim. Bei Haxen und bayrischem Fassbier sorgte DJ Hüttenonkel Schakal für die richtige Musik und Stimmung. Da die Weihnachtsfeiern bei INTER in den letzten Jahren stimmungsmäßig nicht so der Knaller gewesen waren, wollte der Vorstand diesmal ganz darauf verzichten. Kurzfristig übernahm ein Teil der 1. Mannschaft die Ausrichtung, was aber auch nicht den gewünschten Teilnehmerzuspruch brachte. Was solls! ... dann eben im nächsten Jahr ...
 
 
 
 
 

2010

Um den Jahreswechsel herum machte ein Gerücht wie ein Lauffeuer die Runde: bei INTER sollte es bald Frauenfußball (bzw. ''Frauenball'' wie Fritze Hilker immer zu sagen pflegt) zu sehen geben. Im Zusammenhang mit diesem Gerücht sorgte insbesondere der Name Christian Kasper für Unruhe, den die meisten Holzhäuser als Auswanderer in Neuseeland wähnten. Sogar über eine Mädchenmannschaft wurde spekuliert. Thomas Bertram, der schon seit längerem eine Mädchenfußball AG des Humboldt Gymnasiums leitete, nahm für die anstehende Herausforderung extra an einer eintägigen Trainerfortbildung beim SV Werder Bremen teil.

    Bei den Hallenstadtmeisterschaften rissen sich die INTER-Teams wie so oft nicht gerade die Beine aus. Wie in den letzten Jahren siegte die Spvgg. Bad Pyrmont. Auch das Vereinsinterne Turnier endete dieses Jahr wieder mit dem Favoritensieg der 1. Mannschaft. Frischen Wind brachte etwas anderes: eines der teilnehmenden acht Teams war die tatsächlich neugegründete, fix zusammengestellte Damenmannschaft, die über weite Strecken eine hervorragende Leistung zeigte und nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses den Sprung in die Endrunde verpasste. Die Platzierungen im Einzelnen:
1. I. Mannschaft, 2. Altsenioren/ENL, 3. Trainer/Betreuer, 4. II. Mannschaft, 5. Dream Girls, 6. B-Junioren, 7. 96 Strolche, 8. Feuerwehr

    Da Marco Hain noch immer der gewählte 1. Schriftführer war, gab es in den ersten Wochen bis zur Jahreshauptversammlung die kuriose Situation, dass Marco zwar nicht mehr Mitglied des Vereins SC Inter Holzhausen war, aber trotzdem immer noch Teil des Vorstandes. Bei der JHV wurde Thorsten Sundermeier zum neuen 1. Schriftführer gewählt und Christian Piwkowski zu seinem Stellvertreter.


 

    Am 20.02. richtete INTER zum zweiten Mal sein Hallenturnier für D-, E- und F-Jugendmannschaften in der Südhalle aus. Unter der Regie von Boris Megerle und Stefan Bertram sowie der Mithilfe der B-Jugend wurden die drei Turniere bestens organisiert und hatten auch eine sehr gute Zuschauerresonanz. Ein Turniersieg war keinem der drei INTER-Teams vergönnt, aber die beiden INTER-Keeper Noah Grondmann (D-Jugend) und Magnus Spilker (F-Jugend) durften Auszeichnungen für ihre ausgezeichneten Torwartleistungen in Empfang nehmen.

    Schon vorher am 1. Februar konnte der INTER-Vorstand bei der Trainersuche Vollzug melden. Mit Lutz Klingen und André Magerkurth gab das aktuelle Trainerduo des SV Hastenbeck die Zusage für die Saison 2010/11. Nachdem die INTER-Trainer der letzten Jahre oft nicht nur als Coach sondern auch selbst als Spieler auf dem Feld standen, wählte der INTER-Vorstand diesmal einen anderen Weg. ''Das ist das erste Mal, dass wir uns ein Trainer-Duo leisten werden und davon versprechen wir uns eine Menge.'' blickte INTER Sprecher Thomas Bertram optimistisch in die Zukunft. Lutz Klingen zeigte sich bei einem Interview der Dewezet ebenfalls zuversichtlich: ''Die Perspektive bei INTER gefällt mir. Hier finde ich einen jungen Vorstand, dem man es sofort anmerkt, wie wichtig ihnen der Verein ist.'' Bereits drei Wochen später stellte sich das neue Trainergespann Klingen/Magerkurth im INTER Sportheim den Spielern der 1. und 2. Mannschaft vor.

    Die Weichen für die Zukunft waren also gestellt, aber zuvor musste Rolli Schünemann mit seinen Mannen erst einmal in der Rückrunde den Abstiegskampf erfolgreich bestreiten. Allerdings war im Februar/März an Fußballspielen überhaupt gar nicht zu denken. Deutschland erlebte den schneereichsten Winter seit 30 Jahren und die lange Winterpause erfüllte diesmal wirklich ihren Zweck. So wurden die ersten Monate überwiegend in der Soccerhalle verbracht. Das erste Spiel der Rückrunde fand schließlich am 1. April ausgerechnet gegen die Reserve der Spielvereinigung Bad Pyrmont statt. Gärtnermeister Rolf Müller vom Bauhof hatte vorher höchstpersönlich den Interpark freigegeben. Im ''ersten von zehn Endspielen'' (Thomas Bertram) gelang eine gelungene Revanche für die Hinspielschlappe. Mit 6:1 fiel das Ergebnis jedoch ein zu deutlich aus. Mario Neben Vater und Sohn Reinhold, die jeweils 2x trafen, konnten sich außerdem Bruno Bllaci und Michael Stuckmann als Torschützen auszeichnen. Mit gestärktem Selbstvertrauen konnten auch die folgenden schweren Auswärtsspiele in Börry und Aerzen gewonnen werden. Diese 9 eingefahrenen Punkte reichten bereits aus, um die rote Laterne frühzeitig abzugeben. Überhaupt nicht wiederzuerkennen war INTER dagegen in Fischbeck, wo es eine klare 0:4-Niederlage setzte. Vor dem wichtigsten Saisonspiel gegen Löwensen stand unter der Woche erst einmal das Viertelfinale des Kreispokals an. Gegen das Kreisliga-Topteam aus Lachem zeigte INTER eine ansprechende Leistung und war in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe. Ein Tor konnte man beim 0:3 aber nicht erzielen. Rund 200 Zuschauer wollten dann am folgenden Sonntag an der Bahnhofstraße das Kellerderby gegen SW Löwensen sehen. Von Beginn an entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel und die Schwarz-Weißen waren in der Anfangsphase gefährlicher im Angriff. So gingen die Löwenser in der 18. Minute verdient durch Felix Liebscher in Führung. Danach kam INTER besser ins Spiel und erarbeitete sich gute Torchancen. Die besten Möglichkeiten zum Ausgleich verpassten Mario Reinhold (freistehend vorm Torwart) und Cengiz Colak (verschossener Elfer) noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit drängte INTER auf den Ausgleich, aber es sollte bis zur 75. Minute dauern, bis die Fans durch einen Colak-Kopfball erlöst wurden. Und es sollte noch besser kommen: drei Minuten vor dem Ende markierte Daniel Sundermeier nach einer Ecke von Spielertrainer Rolf Schünemann das viel umjubelte 2:1. ''Wir mussten das Spiel gewinnen und wir haben es gewonnen.'' zeigte sich Thomas Bertram nach dem Spiel sichtlich erleichtert. Auch im nächsten Kellerduell gegen die Reserve von Einbeckhausen zeigten INTERs Spieler gute Nerven und gewannen 5:3. Der endgültige Befreiungsschlag gelang ausgerechnet gegen den seit Monaten ungeschlagenen Spitzenreiter, die SG Hameln 74! Gegen den spielerisch überlegenen späteren Meister hatte INTER das Glück, in der 34. Minute beim Spielstand von 0:1 einen Strafstoß zu bekommen, während die SG fortan mit einem Mann weniger auf dem Feld auskommen musste (Rote Karte für den Torwart). Den Elfer verwandelte Rolli Schünemann sicher. Noch vor dem Seitenwechsel ging INTER sogar durch ein typisch eigensinniges Solo von Cengiz Colak in Führung. Cengiz In der zweiten Halbzeit wollten die Hamelner das Spiel unbedingt noch drehen, aber das ''regnerische INTER-Wetter'' und der überragend haltende Torwart Benny Pekrul hielten die drei Punkte fest. Mit diesem Sieg war gleichzeitig auch der Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor Schluss so gut wie in trockenen Tüchern. Nach den anstrengenden letzten Wochen wurden die letzten drei Saisonspiele demnach mit etwas mehr Gelassenheit angegangen. Alle drei Begegnungen endeten leistungsgerecht mit einem Remis. Abschließend kann man sagen, dass sowohl die beiden Neuzugänge zur Winterpause, Kay Reinhold und Michael Stuckmann, als auch die wieder fitten Daniel Sundermeier und Patrick Jäger einen nicht geringen Anteil an der erfolgreichen Rückrunde hatten. Wie es sich ein jeder Fan vom Mannschaftskapitän wünscht, bestritt Cengiz Colak von allen Spielern die meisten Partien (25) und schoss dazu auch noch die meisten Tore (16). Am Saisonende belegte INTER den 9. Tabellenplatz und hatte 5 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. INTER war zudem die zweitbeste Mannschaft der Rückrunde. Daher konnte Rolli Schünemann leichten Herzens sein Traineramt niederlegen und wurde dementsprechend auch gebührend von der Mannschaft verabschiedet. Immerhin drei Jahre lang hatte Rolli bei INTER das Kommando. Von seinen zwölf Vorgängern stand allein Thomas Scheib Mitte der 1990er Jahre länger auf der Kommandobrücke. Leider war Rolli in den drei Jahren - hauptsächlich wohl aufgrund der fehlenden Spielerqualität - kein Aufstieg vergönnt. Seine nächste Trainerstation sollte dann ausgerechnet der im Kreis am höchsten spielende, aber auch stark schuldenbelastete, chaotisch geführte Klub Preußen Hameln werden ... für einige turbulente Wochen bis zur Insolvenz dieses Traditionsvereins.

    Auch die Reserve belegte nach Abschluss der Saison den 9. Tabellenplatz. Nur verliefen hier - anders als bei der Ersten - Hin- und Rückrunde nahezu identisch, jedenfalls was die Punkt- und Torausbeute betrifft. Wichtig war vor allem, dass die Reserve mit ihrem nicht gerade üppigen Kader bis zum Schluss durchhielt und nicht eine einzige echte Packung kassierte. In den Derbys gegen Hagen II (2:2) und Löwensen II (1:2) spielte man auf Augenhöhe. Ganze 3 erzielte Tore reichten für Kevin und Christopher Groves sowie Pascal Schreck aus, um in der Torjägerliste ganz vorne zu liegen. Ohne einen Knipser kann natürlich nicht mehr als ein unterer Mittelfeldplatz herausspringen ...

    Einen solchen Knipser hatte die Altsenioren mit Mario Reinhold. Dennoch reichte es trotz zweitbester Tordifferenz ebenfalls nur zu einem Mittelfeldplatz (4. von 7 Mannschaften). Die meisten Spiele (8) bestritten die Mittelfeldmotoren Gerd Thiele und Hotte Ströbl sowie Torwart Rolf Müller. Ein Comeback nach zwei Jahren Pause schaffte Oliver Spilker, überraschenderweise ohne sich sofort erneut zu verletzen.

    Die B-Junioren hatten auch in der Rückrunde einen schweren Stand in der Kreisliga. In den meisten Spielen musste man die Überlegenheit der Gegner anerkennen. Gegen den Tabellenletzten, die JSG Grohnde-Lüntorf reichte es leider nur zu einem 3:3-Unentschieden. Auch wenn man letztendlich nur Vorletzter wurde, gab es am letzten Spieltag mit dem 5:4-Sieg gegen die JSG Emmerthal-Amelgatzen-Kl.Berkel einen positiven Saisonabschluss und man hoffte gemeinsam auf die nächste Spielzeit mit hoffentlich weniger Querelen. Chris Kempe und Ramon Schneider waren in dieser Spielzeit mit jeweils 4 Treffern die erfolgreichsten Torschützen der B-Junioren.

    Die D1 konnte zunächst einmal beim Neujahrsturnier der SSG Halvestorf überzeugen, wo man im Spiel um den 3. Platz Preußen Hameln mit 2:0 besiegte. Beide Treffer erzielte der überragende Kapitän Moritz Schur. Bei der Meisterrunde der Hallenkreismeisterschaften erwischte INTER eine schwere Gruppe und schied leider aus. Niklas Güse als dreifacher Torschütze und Noah Grondmann als Keeper mit tollen Paraden konnten dennoch auf sich aufmerksam machen. Das gleiche tat Valentin Schrodt ein paar Tage später mit seinen 5 Treffern beim Hallenturnier in Sonneborn (2. Platz). Der Turniersieg blieb den Jungs leider trotz Führung aufgrund zweier individueller Fehler verwehrt.
An der frischen Luft sprang - genau wie bei der B-Jugend - ebenfalls nur der vorletzte Tabellenplatz raus, aber zumindest konnte INTER in der Rückrunde ein Spiel mehr gewinnen als in der Hinrunde und die Niederlagen fielen knapper aus als vor der Winterpause. Die Trainer Boris Megerle und Nico Kister konnten also eigentlich mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden sein.

    Ebenfalls steigern konnte sich die D2 in der Rückrunde. Während man nahezu die gleiche Anzahl an Gegentoren kassierte (Hinrunde:19/Rückrunde:20), konnten fast doppelt so viele Buden erzielt werden (Hinrunde:21/Rückrunde:37). Allerdings wurde dieses Ergebnis fast ausschließlich durch den 19:1-Kantersieg gegen die JSG Ottenstein am letzten Spieltag erreicht. Wichtiger als dieser Sieg war jedoch, dass sich das Team von Patrick Jaeger gerade in den engen Spielen durchsetzen konnte, so wie zum Beispiel beim 4:3-Sieg gegen den ärgsten Konkurrenten um Platz 3, den Turnerbund Hilligsfeld.

Olli Spilkers E-Junioren     Die E-Jugend war die Mannschaft, die bei den Hallenkreismeisterschaften am weitesten kam. Mit einer tollen Leistung in der Halbfinalrunde konnten sich die Jungs von Trainer Oliver Spilker als Außenseiter in die Finalrunde der besten vier Mannschaften schießen. Dort agierte man anfangs jedoch zu nervös, sodass es letztlich nicht mehr als der - eigentlich aber auch erwartete - 4. Platz wurde. Eine Auszeichnung konnte Kevin Steinmeier entgegennehmen. Er wurde zum besten Torhüter des Turniers ausgezeichnet.
Mit einem im Vorfeld nicht erwarteten Punktgewinn gegen den Tabellenzweiten Preußen Hameln (5:5) startete die E-Jugend in die Freiluft-Rückrunde der Kreisliga. Wie schon bei mehreren Partien in der Hinrunde wurde auch bei diesem Spiel der Sieg durch unnötige Defensivpatzer leichtfertig aus der Hand gegeben. Das Manko in der Abwehr sollte sich leider über die gesamte Rückrunde fortsetzen. 74 Gegentore in 10 Spielen der Rückrunde sind doch arg viel. Da konnten auch die drei Torjäger Ejikeme, Heller und Kestic nicht verhindern, dass der Punktgewinn gegen die Preußen der einzige der Rückrunde bleiben sollte. Der Trainer bemängelte oftmals die kämpferische Einstellung seiner Mannschaft, manchmal war der Gegner aber auch einfach nur eine Klasse besser.

    Die F-Jugend scheiterte bei den Hallenkreismeisterschaften leider im Halbfinale und wollte dafür auf dem grünen Rasen seinen Herbstmeistertitel verteidigen. Bereits im ersten Spiel in Grohnde gab es jedoch sohon das erste Problem, weil man ohne Torwart anreisen musste und niemand anderer in den Kasten wollte. Also musste das Los entscheiden. Der unfreiwillige Ersatztorwart Niklas Brockmann machte seine Sache aber prima und musste nur ein Mal den Ball aus dem eigenen Netz fischen, während seine Kollegen auf der anderen Seite 8x trafen. Danach folgten die beiden Derbys gegen Hagen (9:1) und Löwensen (2:2). Im Spiel gegen den - neben Löwensen und INTER dritten Titelkandidaten - Aerzen musste man auf einige Stammspieler verzichten, u.a. auf Keeper Magnus Spilker. Daher gab es leider eine deutliche 4:14-Niederlage. Abschließend kann man wohl sagen, dass mehr als der Vizemeistertitel wahrscheinlich nicht verdient gewesen wäre, aber man war immerhin nah dran am Platz an der Sonne. Glückwunsch dafür!!!

    Obwohl die Platzierungen der Juniorenteams insgesamt gar nicht so berauschend waren, konnte INTERs Jugendleiter Boris Megerle im Sommer voller Stolz verkünden, dass der SC Inter Holzhausen ''aufgrund der hervorragenden Jugendarbeit im E- und F-Jugendbereich'' mit dem Sepp Herberger Preis ausgezeichnet wurde!

    Die Gründung der Damen- und der Mädchenmannschaft machte im Frühjahr kräftige Fortschritte. Durch die Verpflichtung von Fußballerinnen mit langjähriger Erfahrung wie Jennifer Reinhold, Rike Castenow, Nathalie Schmiedeskamp oder Kelly Stratmann wurden auch einige Anfängerinnen ermutigt, mitzumachen. Hinzu kamen zwei oder drei Spielerinnen aus Löwensen, die dem alten Löwenser und neuen Inter-Trainer Michael ''Bomber'' Buskies folgten. Dies, sowie der Umstand, dass Christian Kasper sein Projekt urspünglich eigentlich mit SW Löwensen machen wollte, führte zeitweilig leider auch zu Unstimmigkeiten mit einigen Leuten des Nachbarvereins. Zusammen mit Bomber wollte Mario Reinhold die ''Dream Girls'' trainieren. Etwa zeitgleich mit den ersten Punktspielen der Rückrunde fand bei einem Schnuppertraining der erste öffentliche Auftritt der ''Dream Girls'' auf dem Bahnhofsplatz statt. Christian Kasper ließ zu diesem feierlichen Anlass seine Kontakte spielen und lud Ex-Fußballprofi Georg Koch, Zweitligaspielerin Bianca Sauer und Ex-Lindenstraßen-Schauspieler Olli Klatt nach Pyrmont ein. Ein Video dieses Trainings mit Interviews der Hauptbeteiligten gibt es bei YouTube zu sehen. Außerdem bastelte ein befreundeter neuseeländischer Programmierer eine eigene Homepage für die Dream Girls. Das Konzept von Christian Kasper sah regelmäßige Aufnahmen eines Kamerateams in Bad Pyrmont vor. Die INTERs Damen sollten ähnlich wie bei einer Dokusoap auf ihrem Weg zum Endziel Bundesliga sowohl sportlich als auch privat begleitet werden. Die Geschäftsidee war, die Videos zunächst im Internet zu verbreiten um sie dann später auch beim Privatfernsehen zu vermarkten. Ein sowohl ungewöhnliches wie auch ehrgeiziges Projekt, welches nicht wenige Inter-Mitglieder eher kopfschüttelnd als wohlwollend verfolgten. Typisch Kasper eben ...    :)

Aufbau im Schloss     Die Sommerpause wurde wie immer mit zahlreichen Aktivitäten verbracht. Bereits am 1. April hatte Stefan Freter ein Knobel- und Preisskatturnier organisiert (1. Platz: Volker Schaffaczyk). Wie jedes Jahr wurde auch wieder an der Aktion ''Pyrmont räumt auf'' und am Holzhäuser Schützenumzug teilgenommen. Höhepunkt war natürlich wieder die Fußball-WM und samt ''Rudelgucken'' im Schlosshof. Die Organisation dieses Großevents war für die Bertrams, Gödekes, Kappmeyers, Spilkers, Sundermeyers, Matzes, Dorns & Co. schon beinahe Routine, so dass alles reibungslos über die Bühne ging, mal abgesehen von einem versehentlich ausgeschenkten sauren Fass Weizenbier (was einige Zuschauer aber noch nicht einmal bemerkten bzw. störte). Bei fast allen Spielen hieß es wieder mal: Schlosshof ausverkauft!

    Im Sommer konnte der INTER-Vorstand zahlreiche Neuzugänge vermelden. Mit Maximilian Magerkurth war auch ein Hochkaräter darunter, der zusammen mit Cengiz Colak und den beiden Reinholds die gegnerischen Abwehrreihen durcheinanderwirbeln sollte. Ein weiterer wichtiger Neuzugang war Cem Saglam, der von der Spvgg. Bad Pyrmont in den Interpark kam und in der Abwehr für die dringend benötigte Stabilität sorgen sollte. Keine wirklichen Neuzugänge sondern eher alte Bekannte waren Christian Fischer, Thomas Mulitze und Marvin Tasche. Hinzu kamen noch einige andere Spieler, die aber dann wohl doch nicht so gut zu INTER passten und später nur zu wenigen Einsätzen kommen sollten.

    Die Erste Mannschaft vollbrachte in der Vorbereitung eine makellose Leistung und siegte in allen fünf Testspielen. Dass Vorbereitungspiele und Wettbewerb zwei Paar Schuhe sind, zeigte sich im Pokalspiel gegen den - zugegebenermaßen klassenhöheren - VfB Hemeringen. INTER war zwar über weite Strecken ebenbürtig, unterlag aber letztlich doch mit 1:2. Den INTER-Treffer erzielte Kay Reinhold mit einem Sonntagsschuss. Im ersten Punktspiel gegen den Kreisliga-Absteiger BW Salzhemmendorf war INTER dagegen hoch überlegen und siegte verdient mit 4:2. Kurios endete die nächste Partie in Klein Berkel. Beim Spielstand von 1:1 hatten sich unmittelbar vor dem Schlusspfiff schon alle Akteure mit dem Unentschieden angefreundet, als der Klein Berkeler Meyer den Ball nach einer Bogenlampe ins eigene Gehäuse bugsierte. In den drei folgenden siegreichen Spielen gegen Börry, Latferde und Fischbeck eroberte und festigte INTER die Tabellenspitze, und es schien so, als ob INTER diese Saison das Maß aller Dinge in der Leistungsklasse sein würde. In der folgenden Partie in Flegessen lief jedoch wenig zusammen und INTER kassierte eine deutliche 1:5-Niederlage. Dieses Partie war zugleich ein Wendepunkt, denn in den folgenden sechs Spielen konnte INTER lediglich 4 Punkte für sich verbuchen. Der Grund für diesen Niedergang war schwer zu definieren, denn auch in den verlorengegangen Spielen spielte man nicht immer schlecht. Wahrscheinlich gab es wohl eine Vielzahl von Gründen: die bei den Gegnern gefürchtete Offensive wurde dezimiert, weil die INTER-Stürmer oftmals ordentlich was auf die Socken bekamen. Durch eine Verletzung von Cem Saglam wurde zusätzlich die Defensive geschwächt. Teilweise gab es unnötige Platzverweise wegen Meckerns (es schien beinahe so, als ob Ex-Trainer Rolli Schünemann diese Rolle an seinen Kapitän Cengiz Colak vererbt hatte). Und bei einem Spiel fehlten alle Dorns wegen einer Mäusefeier, so dass die Trainer in Eimbeckhausen mit nur 11 Leuten auskommen mussten. Da hatten sich die Verantwortlichen doch etwas mehr erhofft als lediglich der 6. Platz zur Winterpause. Bester Torschütze der Hinrunde war Kay Reinhold mit 8 Treffern.

    Auch bei der Zweiten Mannschaft war die Trainingsbeteiligung zu Saisonbeginn recht hoch. Das Trainergespann Boris Megerle und Thomas Mulitze wusste anscheinend das Team mit über 20 Spielern zwischen 18 und 51 Jahren zusammenzuschweißen und zu motivieren. Nachdem das erste Punktspiel gegen die Reserve von Börry gewonnen wurde und für gute Stimmung sorgte, folgte eine Woche später gleich ''der Lokal-Knaller'' gegen die sehr stark eingeschätzte Mannschaft des neu gegründeten Fußballvereins United Pyrmont (warum heißen die eigentlich nicht Pyrmont United?). Die Zuschauer, die im Interpark zugegen waren, haben ihr Kommen sicherlich nicht bereut, denn sie wurden Zeuge eines spektakulären Spieles. INTERs Reserve lag bereits nach 24 Minuten mit 0:3 hinten und kassierte dazu auch noch eine Rote Karte. Aber INTER steckte auch mit zehn Mann nicht auf und erzielte noch vor der Pause zwei Tore durch Thomas Mulitze und Gerd Thiele. Als ob Herr Megerle so eine Situation voraus geahnt hätte, erinnerte er seine Jungs schon vor dem Spiel bei der Teamansprache daran, dass man auch in Unterzahl ein schon verloren geglaubtes Spiel mit unbedingtem Willen noch drehen kann, so wie der FSV Mainz einen Tag zuvor bei der Bundesligapartie in Wolfsburg geschafft hatte (Boris ist seit der Kindheit bekennender Mainz-Fan). Marvin Tasche erzielte in der 63. Minute den Ausgleich, wonach es Chancen auf beiden Seiten in Hülle und Fülle gab, die jedoch allesamt nicht verwertet werden konnten. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit schaffte United dann doch noch das vierte Tor, aber der Jubel kam etwas zu früh. In der 93. Minute glich Pascal Schreck zum 4:4 aus. Ein Spiel, welches die Beteiligten sicher nicht so schnell vergessen werden! Der Rest der Hinrunde verlief größtenteils zur vollen Zufriedenheit der Trainer, so dass ein guter 3. Tabellenplatz (hinter United Pyrmont, aber vor Hagen II und Löwensen II) erreicht werden konnte. Mit dem 15:0 gegen Lüntorf konnte die Zwote sogar einen Rekordsieg verbuchen. Als treffsichere Torschützen taten sich in der Hinrunde Thomas Mulitze, Marvin Tasche, Pascal Schreck und Michael Stuckmann hervor.

INTERs Reserve
 

    Das sensationellste Comeback des Jahres 2010 gab es ohne Frage im Altseniorenteam: Uwe Wolf, INTERs allererster Spielertrainer aus der Saison 1990/91 trat wieder für uns hinter das runde Leder!!! Insgesamt stand mit 19 Spielern ausreichend Personal zur Verfügung, aber trotzdem gab es schon mal Ärger wegen unentschuldigtem Fehlen. So kassierte man im ersten Spiel in Latferde eine vermeidbare 4:5-Niederlage. Nach 0:2-Rückstand drehte INTER das Spiel und führte mit 4:2, verspielte jedoch den Sieg in den letzten 10 Minuten. Das fünfte Tor schoss Latferde in der Schlussminute. Während es gegen die SG Hameln 74 auch nur zu einem 2:2-Unentschieden reichte und man in Halvestorf klar 1:4 verlor, spielte man gegen Hajen vor allem in der ersten Hälfte stark und konnte gegen die bis dahin ungeschlagenen Hajener 4:2 gewinnen. Gegen die SG Lügde/Sabbenhausen hatten INTERs Oldies keine Chance (1:5), im folgenden Spiel hatte der Gegner Lüntorf ebenso keine (5:1). Mit 7 Punkten rangierte INTER zur Winterpause lediglich auf dem vorletzten Platz, allerdings mit nur 5 Punkten Abstand zum zweiten Tabellenplatz. Also war für die Rückrunde nach oben noch einiges möglich.

    Die neuformierte A-Jugend trat in der Kreisliga an und wurde von Cengiz Colak und Benjamin Pekrul trainiert. Das erste Saisonspiel wurde trotz guten Kampfes 0:2 gegen Afferde verloren. Gegen Hemeringen verschenkte man unglücklich den Sieg, weil man in der 90. Minute den Ausgleichstreffer hinnehmen musste und vorher viele eigene Chancen vergab. Besser lief es im dritten Spiel in Bisperode (1:2). Den umjubelten Siegtreffer markierte Mehmet-Can Kolaci nach einem klasse Alleingang von Marciel Dechert. Bei der JSG Bakede/Hamelspringe gab es dagegen nichts zu holen. Die Gastgeber siegten durch zwei Kontertore mit 4:2. Ebenfalls 4:2, diesmal aber zugunsten von INTER, lautete das Endergebnis im Stadtderby gegen die Spvgg. Bad Pyrmont. Die Tore für INTER erzielten Ogus Öktem (2), Ramon Schneider und Mehmet-Can Kolaci. Ein Sonderlob von Trainer Colak erhielten der überragende Jonas Reichenbach und der Doppeltorschütze Ogus Öktem, der eines seiner Tore per direkt verwandeltem Freistoß erzielte. INTERs A-Jugend schien sich mit den 2-Tore-Differenz-Siegen anzufreunden, denn auch in den abschließenden drei Partien gelangen drei Siege mit jeweils zwei mehr erzielten Toren. Insgesamt eine starke Hinrunde der A-Junioren, aus deren Reihen Aytac Canatan und Mehmet-Can Kolaci besonders häufig ein Sonderlob vom Trainer bekamen. Aber auch alle anderen zogen toll mit. Überwintert wurde auf dem 3. Tabellenplatz mit Kontakt zum Spitzenduo.

    Wesentlich schwerer hatten es INTERs C-Junioren, die ebenfalls in der Kreisliga antraten. Der Großteil der Mannschaft spielte in der Saison zuvor noch in der D-Jugend-Kreisklasse. In den sechs Spielen vor der Winterpause reichte es nur zu einem Sieg und die Jungs mussten empfindlich hohe Niederlagen einstecken, unter anderem auch gegen die Lokalrivalen aus Löwensen und vom Hagen. Im Kellerderby gegen Klein Berkel II erzielte Leon Carius den einzigen Treffer des Tages, so dass das Team wenigstens nicht die Rote Laterne bekam. Auch im Pokal und in der ersten Runde der Hallenkreismeisterschaften lief es für die Spieler von Nico Kister und Stefan Bertram nicht optimal. Aber die Jungs müssen sich ja auch erst einmal an die nächsthöhere Altersklasse gewöhnen. Metin Colak und Timo Schulz machten die meisten Spiele der 17 eingesetzten Leute. Die 8 geschossenen Tore waren fair auf 7 Spieler verteilt.

    Die D-Junioren konnten leistungsmäßig in der 1. Kreisklasse um den Titel mitspielen. Dies zeichnete sich bereits früh nach zwei verdienten 5:0-Siegen gegen Hemeringen und Fischbeck ab. Im dritten Spiel trat das Team von Oliver Spilker und Patrick Jaeger beim Titelfavoriten aus Emmerthal an. Emmerthal konnte die Partie aufgrund robuster Spielweise und dank schneller Stürmer mit 3:2 für sich entscheiden. Durch zwei Siege gegen Klein und Groß Berkel konnte man jedoch Kontakt zur Tabellenspitze halten und überwinterte nur zwei Punkte hinter Emmerthal auf dem zweiten Tabellenplatz. Im Pokal schied man leider unglücklich mit 4:5 gegen Afferde aus. Der Siegtreffer für Afferde erfolgte in der vorletzten Minute aus einer klaren Abseitsposition heraus. Dustin Bansky, Dominik Ohms, Nico Schadly und Kevin Steinmeier hatten die meisten Einsätze. Martin Ejikeme war wieder mal der herausragende Torschütze. Bei den HKM startete die D-Jugend mit gleich zwei Mannschaften. Beide Teams zeigten prima Leistungen und konnten sich für die Meisterrunde im Januar nächsten Jahres qualifizieren.

    Die jüngsten INTER-Kicker traten diese Saison in der E-Jugend-Kreisklasse an. Zuvor gelang aber erst einmal der Einzug in die nächste Pokalrunde durch einen 10:4-Sieg gegen Emmerthal 2. Ein prima Start also. Danach folgten zwei Derbys. Gegen Hagen rettete man etwas glücklich ein 4:4-Unentschieden über die Zeit. Gegen Löwensen gaben die Jungs ersatzgeschwächt ihr Bestes, konnten aber die 3:8-Niederlage nicht verhindern. Überhaupt keine Chance hatte man gegen Spitzenreiter Aerzen, aber im folgenden Spiel wurde endlich der erste Sieg eingefahren (4:2 in Reher). Darauf folgte sogar eine kleine Siegesserie, so dass die Mannschaft von Trainer Mathias Mühlenbernt einen sicheren Mittelfeldplatz erobern konnte. Prima Jungs! Und wer weiß, vielleicht geht im nächsten Jahr ja was gegen Hagen und Löwensen. Dann wäre sogar noch der dritte Platz möglich. Torjäger Malte-Luk Heller erzielte erstaunliche 25 Tore in den acht Spielen der Hinrunde.

    Kommen wir nun zum weiblichen Geschlecht. Der erste Testgegner für die Dream Girls war mit der Spvgg. Laatzen (Bezirksliga) ein willkommener Prüfstein, nachdem zuvor bereits ein Turnier in Grohnde siegreich bestritten wurde. INTERs Fußballerinnen hielten ganz gut mit und schafften trotz der 4:5-Niederlage einen Achtungserfolg. Nun wussten die Trainer Mario Reinhold und Michael Buskies in etwa, wo man leistungsmäßig einzuordnen war und dass man keine Bange vor den kommenden Gegnern zu haben brauchte. So waren die Dream Girls in ihren 6 Partien der Qualifikationsrunde zur Kreisliga gegen Löwensen, Hagen und die Bergdörfer mit einer Ausnahme (''nur'' 1:0 in Löwensen durch ein Tor von Jennifer Reinhold) deutlich unterfordert. INTERs Dreamgirls waren übrigens laut www.fussball.de eine von lediglich fünf Frauenfußballteams in ganz Deutschland, die die Qualifikationsrunde ohne einen einzigen Gegentreffer absolvierten. Nachdem die Qualifikation so souverän absolviert wurde, trafen nun die besten beiden Mannschaften jeder Staffel in der Kreisliga aufeinander. Die Dream Girls durften vor der Winterpause lediglich ein einziges Mal antreten. Bei der SG Diedersen/Lauenstein II musste sich die Mannschaft zum ersten mal in der Saison mit 2:4 geschlagen geben. In der 1. Halbzeit lief bei den Inter Ladies nicht viel zusammen und man lag mit 1:2 hinten. In der 2. Halbzeit lief es zunächst wesentlich besser, INTER schaffte den Ausgleich und war nahe an der Führung dran. Der Genickbruch kam in der 80. Minute, als der Schiedsrichter den Gastgeberinnen einen Strafstoß zusprach, den die SG sicher verwandeln konnte. Danach musste alles auf eine Karte gesetzt werden und man kassierte noch ein Kontertor. Zum Jahresende legte mit Michael Buskies einer der beiden Trainer überraschend sein Amt nieder. Zusammenfassend könnte man sagen, dass die Damenmannschaft den im Vorfeld sehr hoch gesetzten Erwartungen zwar gerecht wurde, aber das "Projekt Bundesliga" mit all seinen Versprechungen sich ebenso schnell in Luft auflöste wie Herr Kasper zurück nach Neuseeland verschwand. Für die Frauenfußball-Doku wurden ganze drei Videos gedreht anstatt jede Woche eins wie ursprünglich geplant. Da diesbezüglich auch diverse Verträge und Sponsorengelder im Spiel waren, bleibt abzuwarten, wie sich INTERs Frauenmannschaft in der kommenden Saison aufstellen wird.

INTERs erste Damenmannschaft der Geschichte

    Was im Frauenbereich auch immer geschehen mag, für die Zukunft ist INTER jedenfalls gut gerüstet. Bei den Spielen der Dream Girls durften auch schon einige Spielerinnen der neu gegründeten B-Juniorinnen Erfahrungen sammeln. 14 Mädchen standen den Trainern Thomas Bertram und Boris Megerle sowie der Betreuerin Mareike Buskies zur Verfügung. Naturgemäß hatten es die Mädels in ihrer ersten Saison alles andere als leicht. Gegen Vereine wie Eintracht Hameln oder Hastenbeck, die bereits seit Jahren Frauenfußball betreiben, waren hohe Niederlagen nur logisch. Immerhin gelang gegen Nettelrede ein 3:3-Unentschieden und gegen die JSG Altenhagen, die allerdings ohne Wertung spielten, ein 4:2-Sieg. Es war unverkennbar, dass die B-Juniorinnen Woche für Woche Fortschritte machten, was sich dann auch in den Ergebnissen niederschlug. Beispielsweise kassierte das Team in den ersten Begegnungen gegen die drei Spitzenmannschaften insgesamt 34 Gegentore. Beim zweiten Aufeinandertreffen gegen Hameln, Tündern und Hastenbeck musste der Ball nur noch 11 mal aus dem eigenen Netz gefischt werden. Insgesamt ein prima Start, so dass der Inter-Vorstand optimistisch sein durfte, dass Frauen- bzw. Mädchenfußball keine Eintagsfliege bei INTER sein würde. Die Gründung der Mädchenmannschaft war trotz größerer Erfolge von anderen Mannschaften vielleicht sogar das Positivste des Sportjahres 2010.

INTERs erste Damenmannschaft der Geschichte
 

    Am 09.09. feierte die INTER Homepage zehnjähriges Jubiläum, zu dessen Anlass auch ein bisschen renoviert wurde. Am 16.10. fand im Vereinsheim ein ''Bayrischer Abend mit Gaudimucke von DJ Achim und Hüttenonkel Schakal'' statt. Natürlich fehlten nicht die obligatorischen Schweinshaxn, Brezel und das Original Paulaner Oktoberfestbier.
Beim Bosselturnier der BSG Bad Pyrmont in der Südhalle konnte INTER die sehr guten Ergebnisse der letzten Jahre leider nicht wiederholen und erreichte nur einen Platz im Mittelfeld. Das Team mit Florian Herwegh, Oliver Spilker und Stefan Bertram zeigte in den entscheidenden Momenten Nervenstärke und setzte alles auf eine Karte, leider nicht von Erfolg gekrönt. Beim Abschluss der Veranstaltung ''war es dann wieder wie immer'' und das Team fand zu alter Stärke zurück.
Die Organisation der Weihnachtsfeier wurde 2010 in die Hände der Dream Girls gelegt, was nicht die schlechteste Idee war. Die Stimmung war deutlich besser als in manch vergangenem Jahr. Eine zusätzlich geplante Silvesterfeier fand hingegen keinen Anklang und musste bereits im Vorfeld abgesagt werden.